Für Angehörige
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Grundregeln
Die Psychiatrie ist sicherlich eines der medizinischen Fächer, in dem der engste Umgang mit Angehörigen gepflegt wird und wir sind auf diesen auch angewiesen. Trotzdem ist ein grundlegendes Problem in der Kommunikation mit Angehörigen die Anwendung und Anerkennung der Schweigepflicht. Das bedeutet, Psychiater und Psychologen dürfen Angehörige nicht einmal darüber informieren, ob derjenige in Behandlung ist oder nicht. Es erklärt sich von selbst, dass sogar diese Art von Information in unbefugten Händen sehr schlimm wäre. Welche Hände aber "befugt" sind, entscheidet uneingeschränkt der Patient, es sei denn es bestünde eine gesetzliche Betreuung. Dies sind nicht nur gesetzliche Regelungen, sondern sie sind auch im Umgang mit Patienten notwendig, um einerseits das Mindestmaß an Vertrauen, andererseits aber auch jedem selbst die Verantwortung für den Umgang mit seiner Krankheit und seinen Problemen zu überlassen.
Eine weitere unbedingt für das Vertrauen der Patienten notwendige Maßnahme ist, dass man Ihnen als Angehörigem nicht garantieren kann, dass Sachverhalte, die sie dem Psychiater oder Psychologen mitteilen, nicht mit dem Patienten selbst besprochen werden. Die Patienten sollen sich unbedingt darauf verlassen können, dass alle Belange, die sie betreffen und die ihre Angehörigen mit dem Psychiater oder Psychologen des Patienten besprechen auch in Ruhe und aller Offenheit mit ihnen selbst angesprochen werden. Darüber hinaus würden natürlich derartige "Geheimnisse" den Psychiater oder Psychologen handlungsunfähig machen. Wie sollte man vorgehen, ohne die Problematik, die seine Angehörigen bewegt, gelassen und vorsichtig, aber in aller Offenheit mit dem Patienten selbst zu klären?
Diese Notwendigkeit, die Selbstverantwortung des Patienten auch in problematischen Momenten als gegeben anzusehen, stellt einen wichtigen Pfeiler eines tragfähigen therapeutischen Verhältnisses dar. Wenn wir - seien es die Angehörigen oder die professionellen Helfer - versuchen, für den Patient die Verantwortung zu übernehmen, zeigen sich zwei unüberwindbare Hindernisse: unmittelbar zeigt sich die Sinnlosigkeit dieses Ansinnens, weil nur dem geholfen werden kann, der es auch selbst will. Spätestens mittelfristig ist es zudem schädlich, weil man den Betroffenen damit schwächt, abhängig und unselbständig machen würde.
Eine alte Geschichte aus dem herrlichen Buch "Der tiefe Brunnen" von Claus Riemann und Viktoria von Schirach:
„Der alte Meister läuft mit seinem Schüler durch eine Kleinstadt. Da sehen sie mitten auf einer befahrenen Straße eine Schnecke kriechen. Der Schüler, der von seinem Meister gelernt hat, alle Tiere zu ehren, eilt sofort auf die Straße, nimmt die Schnecke und trägt sie zu einem sicheren Busch. Nun erwartet er, dass der große Meister ihn lobt, doch der sagt nur: „Du hast zwei Dinge übersehen. Erstens hätte die Schnecke vielleicht doch so viel persönliche Kraft gehabt, dass sie die Straße auch ohne deine Hilfe hätte überqueren können, und du hast ihr ihren Schwung geraubt. Zweitens könnte es doch sein, dass in dem Busch, wo du sie jetzt hingesetzt hast, giftige Kräuter sind und sie daran stirbt.“ Der Schüler ist ganz geknickt und will die Schnecke sofort wieder auf die befahrene Straße zurücktragen, aber der alte Mann sagt nur: „Lass sein, es gehört eben einfach zum Schicksal dieser Schnecke, dass ein Depp wie du ihren Weg kreuzt und ihr den Schwung raubt.“
Ein weiteres immer wieder diskutiertes Problem ist die Anordnung von "Zwangsmaßnahmen", wenn der Betroffene "doch Hilfe braucht". Auch hierfür gibt es - mit Recht - ganz konkrete gesetzliche Regeln:
Im Notfall erfolgt die "Zwangseinweisung" durch die Polizei - nach dem Polizeigesetz. Ein solches Vorgehen ist nur möglich, dann aber unbedingt notwendig,
wenn der Patient unter einer seelischen Erkrankung leidet
und er im Rahmen dieser Erkrankung sich selbst oder andere akut und konkret gefährdet, wenn er also beispielsweise eine Suizidabsicht in diesem Moment äußert (nicht: "schon einmal vor Wochen geäußert hat"), wenn droht, dass der Betroffene unmittelbar jemand angreift oder angegriffen hat (nicht: "aggressiv wirkt oder auftritt") oder beispielsweise, wenn derjenige Stimmen hört, die ihm befehlen, sich etwas anzutun (nicht: "Halluzinationen hat")
und der Betroffene eine Behandlung verweigert
und eine geschlossene Unterbringung erforderlich ist, um diese Gefährdung abzuwenden.
Viel günstiger ist es allerdings als Angehöriger auf den Betroffenen derart einzuwirken, dass er sich freiwillig in eine Akutbehandlung begibt, welche wiederum nicht nur aus organisatorischen Gründen, sondern auch wegen der Möglichkeit der Intensivbehandlung nur stationär stattfinden kann.
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Ihre Rolle als Angehöriger
Angehörigen kommt eine wichtige Rolle bezüglich des Wohlergehens Ihres Lieben zu, wahrscheinlich in einem stärkeren Maße als Sie ahnen. Der Patient als (möglicherweise) kranker, aber auf jeden Fall besorgter Mensch findet sich in einer für ihn ungewohnten Situation wieder, welche die Ruhe seines Alltags und auch des Alltags der Angehörigen empfindlich stört. Das gilt natürlich vor allem für den ersten Besuch bei einem Psychiater, für ängstlichere Menschen aber möglicherweise ebenso für weitere Termine. So sehr sich auch alle Beteiligten anstrengen, einem ein gutes Gefühl zu geben, verbindet man doch mit einem Arztbesuch immer Anspannung und Angst. Dessen sind sich Psychiater und Psychologen bewusst und tun alles in ihren Möglichkeiten Stehende, den Aufenthalt so ruhig und angenehm wie möglich zu gestalten.
Als Angehöriger sieht man sich durch die vielfachen Veränderungen im Gesundheitswesen der letzten Jahre mit einer seltsamen und undankbaren Position konfrontiert. Man wird zum Lotsen des Patienten durch einen Dschungel der verschiedenen Arztpraxen, Vorschriften und Leistungsbeschränkungen von Seiten der Krankenkassen. Man verliert zunehmend das Gefühl dafür, wer überhaupt noch zuständig ist und welche Hilfen es gibt. Die Orientierung im Angebot der Behandlungsmöglichkeiten wird zunehmend als schwierig und mühevoll erlebt. Ist man dann noch in der Position eines Angehörigen eines Patienten, dessen Kräfte durch Alter oder Krankheit schwinden, wird dieses Gefühl der Orientierungslosigkeit schnell zur Verzweiflung. Man möchte den „schutzbefohlenen“ Menschen vor möglichen Gefahren und Vernachlässigungen bewahren.
Deshalb zu Ihrer Beruhigung einige Hinweise: Sie befinden sich in einer psychiatrischen oder psychologischen Praxis in einer Praxis, die auf seelische Erkrankungen spezialisiert ist. Das bedeutet für Sie die beruhigende Sicherheit, dass man dort die betreffende Symptomatik entweder aus Erfahrung kennt und/oder über die wissenschaftlichen Möglichkeiten verfügt, Krankheitsbilder zu erkennen. Lehnen Sie sich zurück, vertrauen Sie und konzentrieren Sie sich auf Ihre Aufgabe, dem Patienten Kraft und Ruhe zu geben. Auch wenn es vielen von Ihnen selbstverständlich erscheint, möchten wir Sie darauf hinweisen: Der Arztbesuch ist nicht der richtige Moment, um Streitigkeiten mit Ihrem Angehörigen auszutragen. Im Kontakt zum Psychiater oder Psychologen ist Ihre Beschreibung gefragt, wenn Ihr Angehöriger sich nicht selbst verständlich machen kann. In der Mehrzahl der Fälle zieht der Psychiater oder Psychologe aber (zunächst) die Beschreibungen des Betroffenen vor, um sich ein Bild von dessen Erleben machen zu können. Bittet man Sie um Hilfe, dann ist man auf eine möglichst neutrale und objektive Beschreibung der Vorfälle angewiesen. Für den Behandelnde stehen zu diesem Zeitpunkt alleine die Beschwerden des Patienten im Vordergrund. Wir verstehen, dass Sie unter Umständen sehr unter den Folgeschäden der Krankheit des Patienten leiden. Gerne gibt man Ihnen Informationen über Hilfsangebote wie z.B. Selbsthilfegruppen. Darüber hinaus bleibt, jedem Angehörigen für seinen Beistand, seine Hilfe und sein Verständnis zu danken.
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Anregungen für Angehörige von Patienten mit Depression
Als mitfühlender Freund oder Verwandter einer an einer Depression erkrankten Person machen Sie sich sicher Sorgen um dessen Wohlergehen. Das ist mehr als verständlich angesichts der häufig zu beobachtenden Symptome. Häufig sind Ihre Lieben
- ohne erkennbaren Anlass tieftraurig und weinen,
- essen nicht mehr und nehmen ab,
- schlafen schlecht,
- lassen jeden Antrieb, Schwung und Aktivität vermissen,
- sind von tiefen Zweifeln und Ängsten gezeichnet,
- grübeln fortwährend über die sie belastenden Themen,
- haben scheinbar jede Lebensfreude verloren und
- sind morgens besonders niedergeschlagen, während am nachmittag eine relative Besserung eintritt.
All diese und auch andere Anzeichen stellen im jeweiligen Fall entweder eine Zuspitzung lange vorliegender Wesenszüge dar, können aber auch plötzlich auftreten und Ihnen angesichts Ihrer bisherigen Kenntnis des Patienten wesensfremd erscheinen. Höchstwahrscheinlich haben Sie im privaten Umfeld in letzter Zeit schon einiges versucht, diesen Zustand zu bessern, mehr oder minder erfolgreiche Ursachenforschung betrieben und/oder haben Ärzte der verschiedensten Fachrichtungen aufgesucht.
Über den langen Leidensweg eines depressiven Patienten gibt es statistische Angaben, dass der Schnitt der Betroffenen vom ersten Auftreten von Symptomen bis zum Besuch beim Psychiater mehrere Jahre braucht. Das hängt sicher auch mit dem in unserer Kultur herrschenden Unbehagen seelischen Erkrankungen gegenüber zusammen, die seltsam unfassbar und darüber hinaus auch mit dem Beigeschmack des Verrückt-Sein behaftet sind. Für nahe Angehörige und Freunde kommt hier häufig noch dazu, dass sie das Gefühl haben, durch Erziehung oder gemeinsam erlebte Krisen und Konflikte „Schuld“ zu sein am Leiden des Patienten. Zu diesen Problemfeldern möchten wir Ihnen aus unserer Erfahrung heraus folgende Tipps geben:
- Akzeptieren Sie den Zustand Ihres Angehörigen als schwere Erkrankung. Diese ist eine durch lange und/ oder akut aufgetretene Fehlbelastung entstandene Stoffwechselstörung des Gehirns. Der Patient ist für die Heilung auf Zeit, Ruhe und Schonung angewiesen. Machen Sie es zu Ihrer Aufgabe, ihr/ ihm die dafür notwendigen Freiräume zu schaffen.
- Ist die Diagnose „Depression“ gestellt, können Sie sich sicher sein, dass es dem Patienten bei Einnahme der Medikamente in der jeweils verordneten Dosierung in einem Zeitraum von sechs Wochen weitgehend deutlich besser gehen wird.
- Helfen Sie ihm bei Zweifeln an der Akutbehandlung. Das ist grade anfänglich bei der Einnahme der Medikamente wichtig, da diese nicht selten Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Übelkeit oder Schwindelgefühle hervorrufen. Die verordneten Antidepressiva greifen in den Stoffwechsel unseres kompliziertesten Organs -dem Gehirn- ein. Die Nebenwirkungen stellen in aller Regel nichts anderes dar als Anpassungsprobleme im Rahmen der Heilung.
- Ändern Sie niemals die Medikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
- Verzichten Sie auf sicherlich gut gemeinte Aufmunterungen im Sinne von Versuchen, das momentan Schöne und Gute in den Vordergrund zu stellen oder Aufforderungen, sich doch einen Ruck zu geben. Das eine wie das andere sind für das Befinden eines Depressiven schädlich, da er die Kraft, die man für die Wahrnehmung und / oder Befolgung dieser Hinweise braucht, durch seine Erkrankung nicht besitzt. Nun ist es leider ein Grundzug der Depression, dass sich die Betroffenen diese fehlende Kraft als Unfähigkeit auslegen, was dann in einem Teufelskreis führt, in dem sie sich noch depressiver fühlen. Versuchen Sie ein ruhiger Helfer im Hintergrund zu sein.
- Verschieben Sie die Aufarbeitung der zwischenmenschlichen Probleme, die Sie oder der Erkrankte vielleicht als ursächlich ansehen für die Depression, auf einen Zeitpunkt, zu dem der Patient wieder soweit Kräfte gefunden hat, dem Ganzen gewachsen zu sein. Wie in allen Bereichen gilt hier, dass vor der Rehabilitation die Genesung zu liegen hat.
- Suchen Sie sich hierbei professionelle Hilfe, die Ihnen hilft, den häufig schmerzhaften Prozess der Aufarbeitung zwischenmenschlicher Probleme und der daraus resultierenden Störungen in kontrollierten und letztendlich heilsamen Bahnen zu gestalten.
- Versuchen auch Sie jenseits aller Schuldzuweisungen ein Bild davon zu erlangen, was Ihr vielleicht charakterlicher oder aber in Ihrer Beziehung zum Patienten rollenspezifischer Anteil an dem Problem sein könnte. Auch Sie können letztendlich nur davon profitieren, wenn Sie hier so uneitel wie möglich Klarheit erlangen.
- Finden Sie sich damit ab, daß der Weg zur Heilung ein langer und mitunter von Rückschlägen gezeichneter Parcours ist. Auch wenn die Medikamente meistens recht schnell zu einer Besserung der Symptome führen, ist der Erkrankte noch für lange Zeit weniger belastbar. Hier reden wir durchaus von Monaten bis Jahren. Nicht ohne Grund werden depressive Patienten beispielsweise längere Zeit krankgeschrieben.
- Eine Depression hat auch immer etwas damit zu tun, daß der Betroffene lange Zeit vor dem offensichtlichen Ausbruch der Krankheit auf welche Arten auch immer seine Kräfte überstrapaziert hat. Von daher ist es im Sinne einer Heilung nicht sinnvoll, daß Ihr Angehöriger wieder "ganz der Alte" wird. Wenn die Depression einen Sinn hat, dann den, dem Betroffenen einen sinnvollen Wendepunkt im Leben aufzuzwingen, weil er lange Zeit vorher nicht auf zartere Warnhinweise gehört hat, die ihn zum Kurswechsel bewegt hätten. Versuchen Sie mit Ihrem Angehörigen zusammen, seine (und vielleicht auch Ihre) Lebensführung in allen Bereichen seinen (und vielleicht auch Ihren) Möglichkeiten anzupassen.
"Ducunt fata volentem, nolentem trahunt." - Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin.
Wie Sie hier lesen und im Alltag mit einem Depressionserkrankten miterleben mussten, handelt es sich bei dem Zustand der Depression um keine Unpässlichkeit, sondern um eine handfeste Erkrankung. Diese zu überwinden kostet alle Beteiligten einiges an Kraft und Geduld, die aber –wie die Erfahrung zeigt- fast immer belohnt wird durch Wiedergewinnung von Freude, Lebensqualität und letzten Endes auch durch die Möglichkeit, dem Leben eine nicht geglaubte Wendung zu geben. Machen Sie mit. Es lohnt sich.
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Anregungen für Angehörige von Patienten mit Demenz
Die Demenz stellt ein großes Problem für Angehörige dar. Besonders schwerwiegend für die Angehörigen ist, dass die Krankheit sowohl die Beziehung zum Erkrankten als auch das eigene Leben häufig auf dramatische Weise verändert. Altbekannte und verlässliche Charakterzüge verschwinden. Der Erkrankte wird unberechenbar, muss durch seine Krankheit zunehmend seine sozialen Pflichten aufgeben und wird zu einer schutz- und pflegebedürftigen Person.
Dadurch entstehen bei den Angehörigen nicht nur Ängste und Verzweiflung, sondern auch Aggressionen gegen den Erkrankten. Das sind häufig beschriebene Reaktionen auf die Erkrankung. Hier hilft sicher nicht das „Unterdrücken“ oder „Verdrängen“ dieser Regungen. Vielmehr sollte man sich darüber bewusst werden, dass dies ein Ausdruck der beiderseitigen Hilflosigkeit ist. Als Angehöriger sollte man immer wissen, dass der Betroffene häufig nicht mehr in der Lage ist, seine Ängste auszusprechen, aber der schleichende Verlust der Gehirnleistungsfähigkeit nicht mit einem Verlust der emotionalen Wahrnehmung einhergeht. Man sollte deshalb auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, den Erkrankten aus Verzweiflung oder Hilflosigkeit wie ein unmündiges Kind zu behandeln. Der Erkrankte spürt sowohl freundliches als auch unfreundliches Verhalten seines Gegenübers sehr wohl. Das gilt natürlich für alle Interaktionen mit dem kranken Angehörigen, aber im besonderen auch für Arztbesuche, bei denen der behandelnde Arzt darauf angewiesen ist, sich ein möglichst unkommentiertes Bild vom Patienten zu machen.
Versuchen Sie bitte, diese für den Patienten ohnehin spannungsgeladene Situation nicht dadurch zu verschlimmern, dass sie jedes einzelne Detail seiner „Unfähigkeit“ berichten. Der Psychiater ist durchaus mit der Problematik vertraut und versteht, dass er es mit einer schwerkranken Person zu tun hat, die Ihres Beistandes bedarf. Das zu leisten, ist eine schwere und sehr honorige Aufgabe.
Wie können Sie Demenzerkrankten im Alltag helfen? Sie können auf eine ausgewogene Ernährung mit vor allen Dingen reichlich Flüssigkeit achten. Sie können dem Erkrankten die Orientierung durch einen gut strukturierten Tagesablauf, Uhren und Kalender erleichtern. Die Pflege demenzerkrankter Menschen erfolgt zwar immer noch zum größten Teil durch Familienangehörige, aber man sollte sich insbesondere im Interesse des Erkrankten nicht überfordern. Bitte nutzen Sie ergänzende und alternative Angebote von Sozialstationen und Tagesstätten. Erkundigen Sie sich nach einer Selbsthilfe- oder Angehörigengruppe in Ihrer Nähe und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer.
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- Letzte Aktualisierung am 10.12.11 -