Roter Kreis e.V. - Verein für das Verständnis seelischer Erkrankungen und Verletzungen

Lexikon A

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Abhängigkeit

Abhängigkeit zeigt sich dadurch, dass der Konsum oder der Umgang mit bestimmten Dingen oder Substanzen anderen Verhaltensweisen vorgezogen wird, die vorher von dem Betroffenen höher bewertet wurden. Beispielsweise trifft man sich nicht mehr mit Freunden, bei denen man nicht rauchen darf oder man verzichtet auf Essen, um sich Alkohol zu kaufen.

Psychische Gewöhnung: ist der Ausdruck der abhängigen Haltung. Der Konsum wird zur Gewohnheit und kann sich zum Ritual entwickeln und wird dadurch in Gang gehalten. Die positiv erlebten Effekte der Substanz wie Euphorisierung oder Beruhigung oder das Umfeld, in dem konsumiert werden kann, werden gesucht und in den Tagesablauf integriert.

Physische Gewöhnung: ist der pharmakologische Vorgang, bei dem durch Anregung bestimmter Enzyme eine höhere Verträglichkeit der Substanz oder eine Abnahme der Empfindlichkeit der Organe, so dass für den annähernd gleichen Effekt die Dosis gesteigert werden muss.

Psychische Abhängigkeit: ist charakterisiert durch Nicht-Aufhören-Können, dass eine Änderung des abhängigen Verhaltens zu Missbefinden und Angst führt, das Gefühl des Angewiesenseins auf die Substanz, und dass ohne sie angenehme Gefühle und Erlebnisse fehlen. Hinzu kommen ein starkes Verlangen nach der Substanz oder eine Art "Zwang" zu konsumieren, das so genannte "Craving" oder "Schmacht" sowie der Kontrollverlust, in dem der Konsum der Substanz in geringen Dosen nicht zur Befriedigung, sonder nur zu weiterem Verlangen führt, so dass bis hin zum Rauschzustand weiter konsumiert wird.

Physische Abhängigkeit: besteht, wenn beim Versuch des Absetzens oder Reduzierens Entzugserscheinungen auftreten.

Eine interessante Seite zum Thema Drogen ist "Pille-Palle"

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Abhängigkeit von Zuwendung und Anerkennung

Da wir als Kinder - kurz gefasst - nicht in der Lage sind, uns als rundum in Ordnung zu begreifen, ist es die vornehmeste Aufgabe der Eltern, den Kindern die Überzeugung zu vermitteln, dass mit ihnen alles stimmt, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt und ihnen erzieherische Grenzen gesetzt werden. Wenn aber Eltern ihre Kinder - unabhängig von ihrer eigentlichen Überzeugung - so behandeln, als seien sie nicht in Ordnung, nicht wertvoll, nicht liebenswert, nicht bedeutsam oder insgesamt an manchen Stellen "nicht richtig", übernehmen Kinder diese Sichtweise ihrer Bezugspersonen auf sie. Dieser vermeintliche Defekt wird vom Kind - und später auch vom Erwachsenen - versucht, mit Zuwendung und Anerkennung von außen, zunächst von den Eltern, später von allen möglichen anderen Menschen, zu füllen. Hierbei entwickelt sich eine Abhängigkeit von Zuwendung und Anerkennung von anderen Menschen im typischen Sucht-Sinn. Bekommt man Zuwendung und Anerkennung geht es einem gut, bekommt man keine wird es immer schlechter. Kritik oder Missbilligung wird sofort mit dem "defekten" Bild von sich selbst in Übereinstimmung gebracht und man fühlt sich zunehmend schlechter. Schließlich braucht man immer mehr Zuwendung und Anerkennung, um sich überhaupt einigermaßen gut zu fühlen. Daher fühlen sich viele Menschen auch so gut, wenn sie mal längere Zeit alleine sind. Wie in einem Entzug entfernen sie sich künstlich von Zuwendung und Anerkennung von außen und finden wieder heraus, dass in ihrem Inneren Frieden herrscht und alles in Ordnung ist. Wichtig ist die psychotherapeutische Arbeit an der inneren Überzeugung, vollkommen in Ordnung zu sein, wie man ist.

Diese Problematik wird typischerweise von drei hauptsächlichen "Problematischen Elterntypen" ausgelöst.

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Absetzphänomene bei Antidepressiva

Weil mittels der Antidepressiva indirekt die Spiegel der Botenstoffe erhöht werden und der Körper nicht mehr so viele selbst zu bilden braucht, kann es sein, dass die Spiegel der Botenstoffe v.a. bei zu schnellem Absetzen der Antidepressiva plötzlich wieder absinken. Der Körper bzw. das biochemische System hat dann noch nicht gemerkt, dass wieder ausreichend Botenstoffe selbst gebildet werden sollen. Die Absetzphänomene werden häufig als "Entzug" missverstanden, sind aber kein Zeichen von Abhängigkeit. Wegen ihrer indirekten Wirksamkeit machen Antidepressiva niemals abhängig. Absetzphänomene sind ein Zeichen dafür, dass das Medikament langsamer und schleichender reduziert werden sollte und treten daher auch eher bei Antidepressiva mit kurzer Halbwertszeit auf. Aus diesem Grunde entwickeln sich auch typische ängstliche und depressive Symptome als Absetzerscheinungen, wie Unruhe, Schweißausbrüche, "Grippesymptome", Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen, Angst und Depression.

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Abwehrmechanismen

Abwehrmechanismen entwickelt die Seele, um "unerlaubte", also mit dem Gesamtleben und Wertesystem nicht vereinbare, Impulse oder Gefühle nicht mehr bewusst spüren oder erleben zu müssen.

Identifikation:
Verhaltensweisen, Einstellungen oder Eigenschaften eines anderen oder einer Sache werden dem eigenen "Ich" zugeschrieben, um das nicht akzeptierte Gefühl des Getrennt-Seins und somit des eigenen aus dem Bewusstsein zu schieben. Z.B. jemand, der sich für etwas ganz Besonderes hält, weil er einen ganz bestimmten Beruf hat oder siehe "Enneagramm"-Typus "Leistungsmensch"

Introjektion:
Die von anderen realen oder vorgestellten Wünsche oder Vorschriften werden dem eigenen "Ich" zugeschrieben, um das nicht akzeptierte Gefühl des Getrennt-Seins vom anderen - primär natürlich der frühen Bezugspersonen - aus dem Bewusstsein zu schieben. Z.B. jemand, der daran glaubt, er müsste unbedingt eine Familie mit zwei Kindern in einem kleinen Haus mit Garten haben und den gleichen Beruf seines Vaters ausüben, was eigentlich die Wunschvorstellungen seiner Eltern sind, weil er die Loslösung vom Elternhaus noch nicht ertragen kann.

Isolation:
Die nicht akzetierten Impulse oder Gefühle "finden zwar statt", aber der "Lustgewinn", der "Spaß an der Sache", die "Genugtuung" findet nicht statt, so dass die Bedeutung nicht wahrgenommen werden braucht. Z.B. jemand, der sich in einem Konflikt zwar mit jemand anders aufgrund seiner Aggressionen auseinandersetzt, hinterher aber nicht das gute Gefühl empfindet, sich ausgedrückt oder durchgesetzt zu haben oder siehe "Enneagramm"-Typus "Künstler"

Konversion:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle werden in Form von körperlichen Störungen ausgedrückt, ohne dass deren eigentlicher Inhalt dem Bewusstsein deutlich wird. Z.B. "erlaubt" sich jemand etwas nicht zu sehen und erleidet eine psychisch ausgelöste Blindheit oder jemand "verbietet" sich unterbewusst seine Aggression und erleidet eine psychisch ausgelöste Lähmung des Armes in dem Moment, in dem er gerne zuschlagen würde.

Projektion:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle werden anderen Menschen oder der Umwelt zugeschrieben und dort häufig auch kritisiert. Z.B. ist jemand selbst gereizt und behauptet, alle anderen seien so gereizt oder siehe "Enneagramm"-Typus "Skeptiker"

Projektive Identifikation:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle werden anderen zugeschrieben (Projektion), damit sich das eigene "Ich" dann damit im anderen "anfreunden" und identifizieren kann. Z.B. der Fußballfan, der sagt: "Unsere Mannschaft ist die beste (projizierte Größenidee, für die er sich an sich selbst schämt), deshalb haben wir gewonnen (Identifikation)."

Rationalisierung:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle "finden zwar statt", werden aber vermeintlich "rational" mit Scheinargumenten erklärt und verallgemeinert und so in ihrer Bedeutung nicht wahrgenommen. Z.B. jemand, der unter schweren Problemen leidet, aber immer sagt: "Ach, andere haben auch Probleme" oder "Andere haben es viel schlimmer" oder siehe "Enneagramm"-Typus "Genießer"

Reaktionsbildung:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle werden in das genaue Gegenteil verkehrt, so dass verhindert wird, dass sie in ihrer Bedeutung bewusst werden. Z.B. jemand, der Aggressionen gegen jemand anders hegt und dann besonders freundlich zu diesem ist oder siehe "Enneagramm"-Typus "Kritiker"

Regression:
Das Auftreten nicht akzeptierter Impulse oder Gefühle wird dadurch vermieden, dass sich derjenige nicht mehr entsprechend seiner tatsächlichen Reife verhält, sondern sich auf eine frühere seelische Entwicklungsstufe begibt. Z.B. derjenige, der Angst vor der Verantwortung hat und sich plötzlich "pubertär" verhält, wie zu einer Zeit, zu der man ihm nicht erlaubte, Verantwortung zu übernehmen, oder derjenige, der sich nicht "erlaubt" seine Aggressionen auszudrücken und sich dann wieder "kleinkindlich" verhält, sich ins Bett legt und pflegen lässt, wie zu einer Zeit, zu der er seine Aggressionen nicht ausdrücken durfte.

Verdrängung:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle werden in das Unterbewusstsein verdrängt. Dann sind sie zwar nicht mehr bewusst, jedoch nicht unwirksam, sondern führen häufig im Gegenteil ein "Eigenleben". Z.B. verdrängt jemand seine Aggressionen, weil er sie für nicht erlaubt hält und kaut stattdessen seine Fingernägel ab, "beraubt sich seiner Krallen" oder siehe "Enneagramm"-Typus "Helfer"

Verleugnung:
Die nicht akzeptierten Impulse oder Gefühle "finden zwar statt", werden aber vom Bewusstsein für "nicht vorhanden" erklärt. Z.B. jemand, der unter schweren Problemen leidet, aber immer behauptet, es sei "alles in Ordnung" oder siehe "Enneagramm"-Typus "Chef"

Vermeidung:
Die Situation, in der nicht akzeptierte Impulse oder Gefühle auftreten könnten, wird quasi prophylaktisch vermieden. Z.B. beim "Enneagramm"-Typus "Denker" durch Rückzug oder beim "Enneagramm"-Typus "Friedensstifter" durch Schlaf.

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Acetylcholin-System

Funktionen des Acetylcholin-Systems sind die Speicherung von Gedächtnisinhalten, die Beteilung am Schlaf-Wach-Rhythmus, die Beteiligung an der Steuerung motorischer Aktivität und die Beteiligung an Affektivität und Kognition. Eine Bedeutung bei seelischen Erkrankungen hat dieses System vor allem bei der Demenz.

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Acidum phosphoricum (Phosphorsäure)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

Gefühl der Gefühllosigkeit - Müdigkeit

Frauen und Männer (Element: Luft)

  • Kraftlos, Gefühl der Gefühllosigkeit, wie ausgelaugt, großes Ruhe- und Schlafbedürfnis
  • Apathisch, schwerwiegender Kummer
  • Konzentrationsstörungen
  • Ängste und Kontrollbedürfnis
  • Taubheit der Extremitäten

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Adler, Alfred

Alfred Adler wurde 1870 bei Wien geboren und war ein österreichischer Arzt und Psychotherapeut sowie einer der bedeutenden Schüler und Weiterentwickler Freuds. Während C.G. Jung den Theorien Freuds den im weitesten Sinne "spirituellen Anspruch" des Menschen hinzufügte, postulierte A. Adler neben der Trieblehre Freuds das Gemeinschaftsgefühl des Menschen, also den Mensch als soziales Wesen. Er sah den Menschen nicht von Trieben bestimmt, sondern als freies Wesen, welches die kulturellen Aufgaben lösen soll, die ihm das Leben stellt. Seine Lehre bezeichnete er als "Individualpsychologie", weil er die Erfahrung hatte, dass jeder Patient als unwiederholbares Einmaliges, als Individuum und als Ganzheit körperlich und seelisch zu behandeln und zu verstehen sei. Er wollte eine lebensnahe Psychologie schaffen, die dem Menschen ermöglicht, seine Mitmenschen aus deren jeweils individueller Lebensgeschichte zu verstehen. Er strebte nach der Förderung des psychologischen Verständnisses als Allgemeingut.

Seine philosophische Grundposition legt er in seinem berühmten Werk "Der Sinn des Lebens" dar. Der Sinn des Lebens sei ein entwickeltes Gemeinschaftsgefühl zur Lösung der Lebensfragen und ein Vollkommenheitsstreben zu einer idealen Gesellschaft. Hieraus entwickelt er die Lehre vom Heilen und Bilden, die individualpsychologische Psychotherapie und die Erziehungsprophylaxe. Die stete Anforderung aus dem Kosmos heißt "Entwicklung", welche aus dem usprünglichen Minderwertigkeitsgefühl nach Selbsterhaltung, Vermehrung, Kontakt mit der Außenwelt und Streben nach dem Gemeinschaftsgefühl sowie der idealen Gemeinschaft der Zukunft strebe.

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"Adoleszentenkrise"

Der Begriff „Adoleszentenkrise“ beschreibt schwerwiegende seelische Probleme infolge körperlicher und psychosozialer Veränderungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. In der Adoleszenz haben junge Erwachsene schwierige Entwicklungsaufgaben dabei zu meistern, Identität und Selbstwertgefühl, Individualität und Autonomie auszubilden. Vielfach gerät man dabei in Krisen.

In dieser Phase des Lebens muss man erstmals mehr oder weniger alleine auch mit der Erkenntnis und dem Erleben eigener Schwächen, Engpässe, Gebrechen oder Unglücksfällen fertig werden. Man sucht Wurzeln – biologische und biographische – um das, was man an Möglichkeiten in sich fühlt, wirksam und stimmig zum Ausdruck bringen zu können. Wer bin ich eigentlich? Wo komme ich her? Wo ist mein Platz? Was ist der Sinn des Daseins? Warum alle Entbehrungen, Planungen, Rücksichten und Einschränkungen angesichts der Endlichkeit, eines absehbaren, allen vermeintlichen Erfolgen höhnenden Endes? Junge Erwachsene suchen nach Ewigkeiten, und dort, wo Religion, Tradition und Konvention keine Stabilisierung bringen, wird aus dem Eigenen versucht, ewig Gültiges zu schaffen. Zeitgebundenheit und Vorläufigkeit irritieren, weil sie den identitätsstiftenden Gefühlen und ihrem Anspruch auf Absolutheit entgegenstehen.
Häufig vergleicht man sich mit Altersgenossen und versucht, die eigene Stellung und das eigene Vorankommen zu bemessen. Das führt zu Störungen eines sowieso zerbrechlichen Selbstwertgefühls, da man leicht das Gefühl bekommt, den Anschluss zu verlieren.
Während der Adoleszenz wirken die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale, der Wachstumsschub und die darauf beruhenden körperlichen Veränderungen massiv auf das körperliche Selbstverständnis ein. Das Körperschema als ein Teil des Selbstbildes muss neu formiert werden. Ein in diesem Zusammenhang wichtiges Phänomen ist die „Akzeleration“, das heißt die Diskrepanz zwischen einer plötzlich beschleunigten körperlichen und geistigen und einer meist noch verlangsamten psychosozialen und emotionalen Entwicklung. Diese Diskrepanz führt dazu, dass junge Erwachsene entgegen ihren tiefgreifenden emotionalen Bedürfnissen aufgrund ihres körperlich-geistigen Auftretens zu emotional distanziert behandelt werden.
Auf der geistigen Ebene löst in der Adoleszenz ein neues Denken das alte Denken ab. Der Erwerb der Fähigkeit, Hypothesen zu bilden und Lösungswege für Probleme in Einzelschritten zu entwickeln, führt zu einer Veränderung der bisherigen Bewertungs- und Orientierungssysteme. Die Fähigkeit zur Beobachtung und Analyse des eigenen Verhaltens und die Selbsterkenntnis nehmen zu und dadurch wird der junge Erwachsene vor eine häufig übergroß erscheinende Herausforderung gestellt. Man sucht mit zunehmender Kritikfähigkeit seine ganz persönliche Stellungnahme zur Welt und übernimmt Autoritäten und Wertesysteme nicht mehr unhinterfragt. Wertekrisen können auftreten, wenn die jungen Erwachsenen in unterschiedlichen Lebensbereichen - in der Familie, bei Gleichaltrigen, in der Schule, der Berufsausbildung und der Freizeitkultur - unterschiedliche Wertschätzungen ausmachen und deren Inkompatibilität entlarven. Unsicherheit in Bezug auf den Wertmaßstab kann einen an einem hohen, letztlich unerfüllbaren Werteideal festhalten lassen, an dem die anderen Menschen – meist aber auch man selbst – nur abgewertet werden können. Andererseits können solche Krisen zu einer „No-Future“-Perspektive oder einer „Nichts-macht-Sinn“-Grundhaltung bezüglich aller ethischen Werte Anlass geben.

Auf der sozialen Schiene nimmt der junge Erwachsene neue Rollen des Erwachsenenalters in ihrer Vorläufigkeit an und muss zunehmend auch die Notwendigkeit zur Übernahme von Verantwortlichkeit erkennen. Gerade in diesem Alter geschieht häufig ja praktisch eine besondere Weichenstellung in der Ausbildung und persönlichen Karriere, so dass seelische Krisen in dieser Zeit zu schweren Entwicklungshemmnissen werden können, wenn zu wenige Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Junge Erwachsene erleben es auch häufig als schwierig, sich für den Rest seines Daseins – so sieht man es in diesem Alter - auf z.B. eine Tätigkeit festzulegen. Hier zeigt sich verdeckt auch der Schmerz, von kindlichen Zukunftsphantasien Abschied zu nehmen: das Leben zeigt sich durch den Verlust an spielerischen Optionen zunächst zunehmend in seiner Härte. Alles wird mit einem Schlag ernst – so erlebt man es zumindest. Unter den Entwicklungsaufgaben des Adoleszentenalters ist die Entwicklung von Identität besonders hervorzuheben. Identität beinhaltet die Definition einer Person als einmalig und unverwechselbar sowohl durch die soziale Umgebung als auch durch das Individuum selbst.

Identität ist etwas nicht endgültig fassbares, sie bleibt immer eine Konstruktion, eine Hypothese, die sich täglich durch neue Erfahrungen in der Selbstbeobachtung bestätigen muss. Die Identitätserfahrung beruft sich dabei auf die Erfahrung - der eigenen kontinuierlichen Biographie - des „Abgegrenztseins“ von anderen - des „Man-selbst-Bleibens“ auch in unterschiedlichen emotionalen Zuständen - der eigenen Lebendigkeit und Aktivität und - der Eigenbestimmung im Handeln. Ein wichtiger Mechanismus zum Identitätserwerb in der Adoleszenz ist eine subjektiv verbindliche Übernahme einer sozialen Rolle. Wenn zwischen verschiedenen inneren Anteilen des eigenen Selbst zu große „Meinungsverschiedenheiten“ auftreten, werden gefühlsmäßig so widersprüchliche Erfahrungen gemacht, dass diese nicht mehr miteinander vereinbar sind. Man fühlt sich dann „fremd in der eigenen Haut“. Man hört „seine eigene Stimme wie die eines Fremden" und fühlt sich wie "fremdgesteuert“. Auch die Frage des Selbstwertes gehört zu den Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz.

Das Selbstwertgefühl eines Menschen entwickelt sich aus den Erfahrungen von eigener Kompetenz und Akzeptanz durch andere. Geistige Fähigkeiten, körperliche Ausstattung und auch Temperament, Initiative und Durchhaltekraft können nur dann zum Selbstwert beitragen, wenn sie sozial und von einem selbst angenommen werden und als Fähigkeit auch in der Interaktion mit anderen Menschen zum Tragen kommen können. Fähigkeiten müssen einem Menschen von sich selbst und anderen zugeschrieben werden. Sie einfach zu besitzen genügt dem Seelischen nicht. Ein Spielraum zur Entfaltung der eigenen Kompetenz muss ebenfalls durch einen selbst und andere gewährt werden. Gerade im jungen Erwachsenenalter kommt es durch die zunehmende Selbstbeobachtung und Kritikfähigkeit an sich selbst und anderen zu kritischen Phasen im Selbstwertgefühl. Wenn Kompetenz und Akzeptanz durch einen selbst und andere den eigenen – oft extrem hohen - Idealvorstellungen nicht genügen, kann dies zu Selbstwertkrisen führen. Das zerbrechliche Erleben von sich selbst wird oft mit hochfliegenden Ambitionen, Abwertungen, Idealisierungen, Kränkbarkeit und Wut verknüpft, was für die Entwicklung unabdingbar ist. Die Entwicklung des Menschen kann nur durch Konzepte und Ambitionen vonstatten gehen, die über die Person selbst und ihre Bedingtheit hinausführen, an denen man wachsen kann und durch die man sich selbst fordert.

Von elementarer Bedeutung für die seelische Gesundheit, ist es hier aber auch, immer wieder den Blick zu heben und die Realisierbarkeit der Konzepte und Pläne für das eigene Leben zu prüfen. Entspricht es wirklich dem eigenen Willen und den Fähigkeiten, was man sich vorgenommen hat oder kann man hier nur scheitern, weil es einfach nicht in einem steckt? Kein Mensch kann alles und sollte es auch nicht mit aller Kraft versuchen.

„Suche Individualität. Wirf das, was fremd ist, über Bord. Knüpfe eine Verbindung mit deinem inneren Ich und kümmere dich um deinen roten Faden.“

Auch die Entwicklung von Individualität und Selbständigkeit gehören zu den Aufgaben des jungen Erwachsenenalters. Verselbständigung und Autonomie entwickeln sich im Spannungsfeld zwischen „Fortstreben“ und Bindung an ein „inneres Zuhause“. Das Gelingen ist stark an einen stabiles Selbstwertgefühl und eine gelungene Identitätsbildung gebunden. Eine zu späte oder missglückte Verabschiedung aus dem engen Familienkreis, der häufig zur demütigenden Rückkehr in die Familie führt, ist ebenso seelisch gefährdend wie der zu frühe Abschied, der den jungen Erwachsenen zu früh emotional ganz auf sich alleine stellt.

"Reife ist die Fähigkeit, das Rechte auch dann zu tun, wenn es die Eltern empfohlen haben."

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Affektive Modulationsfähigkeit

Hiermit ist die emotionale Schwingungsfähigkeit, die Auslenkbarkeit nach "oben" und nach "unten" gemeint. Kann man lachen oder weinen, kann man sich freuen oder betrübt sein, kann man sich schlecht oder gut fühlen? Die affektive Modulationsfähigkeit ist bei vielen seelischen Erkrankungen beeinträchtigt, v.a. bei den Depressionen und Psychosen.

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Agomelatin

Dies ist eines der modernsten Antidepressiva und soll kaum auf das Serotonin-System wirken und somit die Nebenwirkungen der Sedierung, Gewichtszunahme und sexuellen Funktionsstörungen umgehen. Dafür soll es neben der Wirkung auf das Noradrenalin- und Dopamin-System auch auf das Melatonin wirken und mit Hilfe des Melatonin-Systems als Rhythmusgeber gegen Schlafstörungen und für den morgendlichen Schwung sorgen. Unserer Erfahrung nach wird es gut vertragen und bringt häufig den erwünschten Effekt, so dass sich sein Einsatz auf jeden Fall bei Schlafstörungen oder Unverträglichkeit sowie mangelnder Wirksamkeit anderer Antidepressiva lohnt. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderungen.

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Agoraphobie

Die Agoraphobie ist eine der zahlreichen Angsterkrankungen. Früher definierte die Agoraphobie nur die Angst vor "weiten Plätzen". Heute meint man damit die unbestimmte Angst, es könnte etwas Katastrophales passieren. Der Patient versucht, stets in der Nähe von seinem "sicheren Punkt", meist zu Hause oder einer Bezugsperson, zu bleiben. Häufig ist die Agoraphobie mit Panikattacken gekoppelt. Ist sie es nicht, äußern sich die Ängste typischerweise psychosomatisch, z.B. häufig mit Magen-Darm- oder Herzbeschwerden ohne organisch auffälligen Befund.

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Akathisie

ist eine "extrapyramidale" Bewegungsstörung, was bedeutet, dass sie aus einem bestimmten Teil des Dopamin-Systems im Gehirn stammt, nämlich dem "extrapyramidalen System". Es komt zu einer allgemeinen und quälenden motorischen Unruhe, v.a. der Beine. Sie kann durch Medikamente, v.a. Neuroleptika, ausgelöst werden. Typische Entlastungshandlungen sind Umherlaufen, Trippeln, wechselndes Beinekreuzen oder ständige Gewichtsverlagerungen.

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Akne und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass die Akne ein Mittel darstellt, die Mitmenschen fernzuhalten und sich nicht zu sehr, v.a. aber nicht zu nahe ansehen zu lassen. Dieses Hautproblem betrifft v.a. sensible und verschlossene Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst zu lieben und zu schätzen. Deshalb sind auch besonders Jugendliche davon betroffen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Akupunktur

Bei der Akupunktur handelt es sich um die Reizung von "Reflexpunkten", die unter der Haut liegen, mit Hilfe von sehr feinen Nadeln. Unterschieden werden die Ohr- und die Körperakupunktur. Die Akupunktur ist wissenschaftlich nachgewiesen wirksam, auch und insbesondere bei seelischen Erkrankungen.

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Akute Belastungsreaktion

Wichtig sind die Auslösefaktoren, wie eine vermehrte psychosoziale Belastung in der Zeit vor Beginn der Erkrankung oder auch ein einzelnes, überwältigendes und dramatisches Ereignis, welche bei jedem Menschen Symptome hervorrufen würden. Das heißt nicht, dass nicht auch andere seelische Erkrankungen ausgelöst werden können, aber die Belastung ist der entscheidende Faktor und es sind diese typischen Symptome zu finden.

Auslösefaktoren können sein: eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit oder Unversehrtheit des Betroffenen oder einer geliebten Person, wie bei Katastrophen, Unfällen, Kriegen, Verbrechen, oder ungewöhnliche plötzliche oder bedrohliche Veränderungen der sozialen Stellung oder des Beziehungsnetzes des Betroffenen, wie der Verlust eines Angehörigen, Verlassenwerden, finanzielle oder berufliche Belastungen, schwere Kränkungen oder Enttäuschungen oder Belastungen durch andere Erkrankungen. Typisch sind eine Art von "Betäubung", das heißt, dass Sinneseindrücke "verblassen" und die Unfähigkeit auftritt, Reize zu verarbeiten und zu reagieren. Es folgen Desinteresse, Antriebsverschlechterung und sozialer Rückzug und/oder Unruhe, Überaktivität und Panikattacken, häufig auch Ärger, Aggression, Verzweiflung und/oder außergewöhnliche Trauer. Hauptrisiko ist der Suizid des Betroffenen.

Therapeutisch sollte neben der akuten medikamentösen Behandlung eine individuelle Psychotherapie erfolgen und bei beiden Methoden der Zeitfaktor ausgenutzt werden, aufgrund dessen viele Symptome nach einigen Tagen verschwinden.

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Alighieri, Dante

war ein italienischer Dichter und Philosoph, der von 1265 bis 1321 lebte. Mit seiner "Göttlichen Komödie" überwand er das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienisch zu einer Literatursprache.

"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder."

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Allergien und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Allergiker in innerem Widerspruch leben. Eine Seite von einem selbst liebt etwas, was eine andere Seite sich verbietet. Dasselbe gilt für die Mitmenschen. Man liebt jemanden sehr und hängt doch von ihm ab. Einerseits möchte man gern in der Nähe dieses Menschen sein, andererseits würde man sich gern von dieser Abhängigkeit befreien. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Alprazolam

ist ein Benzodiazepin, das beruhigend und angstlösend wirkt. Eine gewisse antipsychotische Wirkung wird vermutet. Es wird zur Behandlung von Angst- und Panikerkrankungen und gegen Panikattacken eingesetzt. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Schläfrigkeit, Müdigkeit und Schwindel. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollen berücksichtigt werden. Die regelmässige Einnahme kann zu einer Abhängigkeit führen. Das Absetzen soll auschleichend erfolgen, um Entzugssymptome zu vermeiden. ACHTUNG: Abhängigkeitpotential!

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Alumina (Aluminiumoxid)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

frostig - kalt - schlapp

Meist Frauen (Element: Wasser)

  • Schwierigkeiten mit den Gedanken
  • Depersonalisation und Derealisation
  • Depression
  • Selbstzerstörerische Impulse
  • Aggressive Impulsive
  • Ängste
  • Absonderung von anderen Menschen, Distanz

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Alzheimer-Erkrankung

Die Alzheimer-Erkrankung ist eine spezielle Form der Demenz, die sich schleichend entwickelt, aber die Symptome jeder typischen Demenz zeigt. Die Diagnose ist zuerst durch den Ausschluss anderer Ursachen zu stellen. Für die Diagnose sprechen zusätzlich der langsam fortschreitende Verlauf, Eiweißveränderungen im Nervenwasser, bestimmte Veränderungen in der Hirnstrommessung und erst spät sichtbare Veränderungen in bildgebenden Untersuchungen, wie der Computertomographie oder der Kernspintomographie. Grundsätzlich weiß man nicht, woher der Abbau der Nervenzellen kommt. Festzustellen ist aber ein übermäßiger Abbau bestimmter Nervenzellen, die Verminderung eines Enzyms und des Acetylcholin-Systems (siehe oben). Deshalb nennt man diese Demenz auch "degenerativ". Gleichzeitig sind auch Nervenzellen betroffen, die mit Glutamat, einem anderen Botenstoff, arbeiten. Deshalb verordnet man Substanzen, die positiv auf das Glutamat-System und/oder auf das Acetylcholin-System wirken. Diese Substanzen können den Verlauf der Erkrankung verlangsamen oder für eine gewisse Zeit aufhalten. Deshalb ist eine frühe Diagnosestellung besonders wichtig.

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Amisulprid

ist ein atypisches, hoch potentes Neuroleptikum, das die Wirkungen von Dopamin aufhebt. Es wirkt mittelstark antipsychotisch und verursacht nur wenig Müdigkeit, kaum motorische Nebenwirkungen und hat kaum Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Nachgewiesene positive Wirkung auf Konzentrations-, Auffassungs- und Aufmerksamkeitsstörungen, Apathie und Antriebslosigkeit. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.

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Amitriptylin

ist ein so genanntes "trizyklisches", also "klassisches" oder "alt hergebrachtes" Antidepressivum mit beruhigender und angstlösender Wirkung. Vorteil dieser Klasse und insbesondere des Amitriptylins ist eine höchst verlässliche Wirkung, das heißt, es gibt fast keine Menschen, bei denen dieses Medikament "versagt", also die Depression letztendlich nicht heilen kann. Nachteile sind verhältnismäßig starke Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Übelkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme, Zittern, Schläfrigkeit, Schwindel, Sehstörungen und vermehrtes Schwitzen. Die "Beruhigung" oder "Müdigkeit", die es häufig in der Anfangsphase begleiten, können auch zur Schlafverbesserung und Distanzierung von Problemen genutzt werden. Es wirkt vor allem auf das Serotonin- und Noradrenalin-System. Außerdem wird es auch gegen chronische Schmerzen eingesetzt. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderungen.

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Amitriptylinoxid

ist die chemische Vorstufe von Amitriptylin. Es soll weniger Nebenwirkungen als Amitriptylin haben. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderungen.

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Anacardium orientale (Malakka-Nuss)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

reizbar - kritisch - zweigeteilt

Meist Männer (Element: Feuer)

  • Zweiteilung, können ungerecht und sehr sorgenvoll sein
  • Ungewöhnliche Gedankengänge
  • Schimpfen viel, Tendenz zur Aggressivität, Wutausbrüche
  • Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, Nervosität
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen
  • Entscheidungsschwierigkeiten, unentschlossen

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Analbereich und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass der Anus als Ende des gesamten Verdauungsapparates auch das Ende einer Idee, einer Beziehung oder eines wie auch immer gearteten Prozesses symbolisiert. Hat man Schmerzen im Analbereich, deutet das darauf hin, dass man etwas nicht zu Ende bringt, weil man sich schuldig fühlt. Man will etwas auf sich beruhen lassen und nicht weiter Aufhebens davon machen. Gehen die Beschwerden so weit, dass man nicht mehr ohne Schmerzen sitzen kann, so drängt es einen, etwas abzuschließen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hayes.

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Anämie und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass das Blut für die Freude am Leben steht. Einem anämischen Menschen mangelt es also an Lebensfreude. Man lässt sich schnell entmutigen und hat Schwierigkeiten mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Andersen, Hans Christian

ist der sicher berühmteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks, der von 1805 bis 1875 lebte.

"Das Leben eines jeden Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen."

"Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu."

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Aneurysma und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Aneurysmata nach einem großen Schmerz auftreten können, der oft in Zusammenhang mit der Familie steht und die Freude am gewohnten Kontakt beeinträchtigt. Ein an einem Aneurysma leidender Mensch leitet eine Trennung ein oder möchte sie einleiten, obwohl sie ihm das Herz bricht. Unterbewusst fühlt man sich für diese Entscheidung schuldig. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Angsterkrankungen allgemein

Jeder fünfzigste Mensch leidet unter einer Angsterkrankung. Häufige und typische Angsterkrankungen sind die Agoraphobie (mit und ohne Panikattacken), die Soziophobie und die ängstliche Persönlichkeit, die den "Persönlichkeitsstörungen" oder "Interaktionsstörungen" zugerechnet wird. Darüber hinaus werden sogenannte "spezifische Phobien", wie z.B. die Höhenangst, die Platzangst oder die Angst vor bestimmten Tieren unterschieden.

Zur Unterscheidung der drei erstgenannten Erkrankungen kann man sich einfach eine Partyszene vorstellen. Ein Mensch mit Agoraphobie wird, wenn überhaupt, an der Seite seiner Bezugsperson auf der Party zu finden sein. Ein Mensch mit Soziophobie wird ganz hinten in einer Ecke sitzen, um nicht aufzufallen. Und ein Mensch mit einer selbstunsicheren-ängstlichen Persönlichkeit wird sich in der Nähe der Tür aufhalten, um im Falle einer Katastrophe schnellstmöglich fliehen zu können.

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Ängstliche Persönlichkeit = selbstunsichere Persönlichkeit = Sensitive Persönlichkeit = Gewissensmensch

Das Muster von Gefühlen, Gedanken und Verhalten ist geprägt durch Minderwertigkeitsgefühle und eine soziale Empfindlichkeit. Die Grundbefürchtung ist, verletzt zu werden. Dies führt zu überstarker Vermeidung, sozialer Sensibilität und Hemmung. Entwicklungsbedürftig ist die Selbstbehauptung. Typisch sind Gefühle von Anspannung, Besorgtheit und Unsicherheit. Sie haben affektstarke Vorstellungen, ein reiches und vielschichtiges Innenleben und Erlebnisse werden emotional sehr stark wahrgenommen, können dies aber nicht gut nach außen zeigen, entladen oder ausdrücken. Die Schuld wird meist bei sich gesucht. Den anderen wird fast alles verziehen, sich selbst kaum etwas. Dabei handelt es sich aber auch um den selbstbewussten ethischen Ehrgeiz, "alles richtig machen zu wollen". Sie haben eine tiefe Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptanz und reagieren empfindlich gegenüber Zurückweisung und Kritik. Sie vermeiden Gelegenheiten oder Tätigkeiten, welche sie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken würden. Oft treten Hemmungen auch in eingen Beziehungen auf. Sie fürchten sich, sich lächerlich zu machen. Typische Gedanken sind, gemocht werden zu wollen, dass die Welt gefährlich ist, und dass allein sein besser ist als verletzt zu werden. Sie empfinden Kritik als Angriff oder sofort als Niederlage. Diese Persönlichkeitszüge werden häufig durch das Streben nach Macht oder lautes, anspruchsvolles Auftreten kompensiert. Oft liegt die Kompensation auch in einer Kombination mit der zwanghaften Persönlichkeit.

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Anorexia nervosa

Jeder fünfzigste Mensch leidet unter einer Anorexia nervosa. Wesentliche Kennzeichen sind die Gewichtsabnahme und die - häufig vor anderen nicht eingestandene Furcht - zu dick zu sein. Auffallend sind eine Änderung des Essverhaltens mit dem Ziel, Gewicht zu verlieren oder ein bereits niedriges Körpergewicht zu behalten, ein häufig deutlicher Gewichtsverlust sowie eine ständige Beschäftigung mit und die Kontrolle von Gewicht und Aussehen. Neben der ständigen Esskontrolle wird häufig exzessiv Sport betrieben. Die Betroffenen behalten wenigstens am Anfang ihr Hungergefühl. Das Aushalten des Hungers wirkt oft selbstbestätigend und euphorisierend. Zusätzlich drängt sich oft die Befürchtung, dick zu sein oder zu werden ungewollt zwanghaft auf und das Hungern wirkt dabei spannungsreduzierend. Hinzukommend entwickelt sich eine so genannte "Körper-Schema-Störung", das heißt, dass sich der Blick auf den eigenen Körper tatsächlich verändert und die Betroffenen sich für immer dicker anstatt für immer dünner halten. Traditionell wird die Anorexie im Zusammenhang mit einem Abhängigkeits-Autonomiekonflikt verstanden. Daneben wirkt das Fasten euphorisierend und spannungsreduzierend und somit auch suchtauslösend. Daneben kennt man neurobiochemische und genetische Faktoren, die ebenfalls von Bedeutung sind.

Therapeutisch sind stationäre Therapiekonzepte von Bedeutung. Eine ambulante Behandlung ist nur erfolgsversprechend bei einem Körpergewicht von mehr als 30% des Ausgangsgewichtes, welches häufig nicht vorliegt. Bewährt haben sich verhaltenstherapeutische, gruppen- und familientherapeutische Konzepte sowie auch eine medikamentöse Behandlung mit SSRI, v.a. Fluoxetin und Fluvoxamin.

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Anpassungsstörung

ist wie die akute Belastungsreaktion (s.o.) eine Folge auf entscheidende belastende Ereignisse, Situationen oder Lebenskrisen. Die Bezeichnung "Anpassungsstörung" ist missverständlich, weil sie nahelegt, man könnte sich nicht anpassen. Gemeint ist jedoch eine Reaktion als "Anpassungsproblematik" auf für jeden Menschen stark belastende Ereignisse. Bei Jugendlichen sind dies häufig Schulprobleme, elterliche Zurückweisung oder Probleme der Eltern, Arbeitsplatzprobleme, Drogen- oder Alkoholprobleme, juristische Probleme oder Umzug. Bei Erwachsenen sind dies häufig Ehe- oder Beziehungsprobleme, Trennung oder Scheidung vom Lebenspartner, Sterben des Lebenspartners, Arbeitsplatzprobleme oder finanzielle Probleme, Krankheit, Alkohol- oder Drogenprobleme oder juristische Probleme. Symptome sind wie bei der Depression, Manie oder bipolaren Erkrankung, Angsterkrankungen (s.o.), somatoformen Erkrankungen oder dissoziativen Erkrankungen. Laut Definition dauern die Symptome nicht länger als sechs Monate nach der Belastung an, sonst sollen die jeweiligen Erkrankungen diagnostiziert werden.

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Antidepressiva

sind Medikamente, die in die Regulation der Botenstoffe des Gehirns eingreifen. Sie manipulieren nicht, sondern normalisieren die stofflichen Abläufe im Körper. Sie machen nicht abhängig und wenn jemand sie einnimmt, der keine Depression hat, dann merkt er, außer ggf. leichten Nebenwirkungen, kaum etwas davon. Trotzdem ist es natürlich wichtig, eine genaue Indikation zur Verwendung jedes einzelnen Wirkstoffes zu stellen. Niemand möchte unnötig oder zu viele Medikamente einnehmen. Die Antidepressiva verlangsamen generell den Abbau der im Zuge einer Depression zu geringen Botenstoffe, so dass sich dadurch indirekt deren Spiegel wieder erhöht. Daraufhin reduzieren die Zellen wiederum die zu hoch regulierten Empfangsstellen, die Rezeptoren, und die Depression verschwindet langsam. Weil zunächst die Spiegel rasch normalisiert werden, entwickeln sich anfangs häufig Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Müdigkeit, die aber nach Normalisierung der Spiegel zügig verschwinden. Bis die Zellen die Rezeptoren reduziert haben, dauert es zwei bis vier bis sechs Wochen. Deshalb dauert es auch ungefähr so lange bis die Depression merkbar nachlässt. Daraus erklärt sich, dass man zunächst einige Tage, gegebenenfalls nur einige Nebenwirkungen verspürt und es eine Zeit lang dauert bis man die tatsächliche Wirkung feststellen kann. Erfreulicherweise lassen sich anfängliche Nebenwirkungen wie z.B. Müdigkeit auch ausnutzen, um z.B. den Schlaf wieder zu regulieren.

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Antrieb

nennt man die vom Willen weitgehend unabhängige und die jedem Verhalten zugrunde liegende Kraft, die das Verhalten ermöglicht und hinsichtlich Tempo, Intensität und Ausdauer ausprägt. Der Antrieb ist als solcher nicht fassbar, sondern nur an seinen Wirkungen oder Störungen erkennbar. Die Psychomotorik und das Aktivitätsniveau sind Ausdruck des Antriebs.

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Argentum nitricum (Silbernitrat)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

plötzlich - getrieben - nervös

Frauen und Männer (Element: Luft)

  • Extrovertiert, exzentrisch •Besondere Art
  • Ungewöhnliche Gedankengänge
  • Wacher Intellekt
  • Impulsiv, plötzlich, Tendenz zur Instabilität, hektisch mit großer Unruhe
  • Besorgt, besondere Ängste und Vorahnungen
  • Herzlich, sozial sehr unbefangen
  • Hartnäckig

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Aripiprazol

steht auf der so genannten "Me-too-Liste" mehrerer kassenärztlicher Vereinigungen. Gehört zu den atypischen, hochpotenten Neuroleptika, welche tendenziell weniger extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen auslösen sollen. Es wird eingesetzt zur Behandlung von Psychosen und manischen Episoden. Es blockiert Dopamin-Rezeptoren, um so die für Psychosen angenommene erhöhte Ausschüttung von Dopamin unwirksam zu machen. Weil es jedoch nur ein teilweiser Blocker ist, erhofft man sich eine Verbesserung von Antrieb, Konzentration, Auffassung und Aufmerksamkeit durch das Medikament. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderungen.

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Armprobleme und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Armprobleme typisch sind für Menschen, die an ihren Fähigkeiten und am Nutzen ihrer Arbeit zweifeln. Man fühlt sich traurig und niedergeschlagen, was einen dazu bringt, sich in sich selbst zurückzuziehen und sich in der eigenen Situation selbst zu bemitleiden. Es kann aber auch sein, dass es einem schwer fällt, andere "in die Arme zu nehmen" oder anderen zu helfen. Hierbei wird angenommen, dass der rechte Arm mit dem "Geben" und der linke Arm mit dem "Nehmen" in Verbindung steht. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Arsenicum album (weißes Arsenik)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

angespannt - besorgt - ordnungsliebend

Frauen und Männer (Element: Erde)

  • Genau, perfektionistisch, eigensinnig
  • Pessimistisch, ängstlich, unsicher, innere Unruhe, Angst
  • Argwöhnisch
  • Ehrgeizig, praktisch veranlagt, nennen Dinge beim Namen, konzentrieren sich auf die materielle Wirklichkeit
  • "Aristokratisch", kritisch, streng
  • Viel Verstand, extrem rational, wenig "Bauch"
  • Sehr feinsinnig, sensibel, rastlos, lebhaft

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Arteriosklerose und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Artieren die Wege sind, auf denen die Lebenskraft sowohl physisch als auch symbolisch durch den Körper fließt. Menschen, die Probleme mit Arterien haben, nehmen das Leben oft zu ernst. Man tut sich schwer, sein Herz sprechen zu lassen und schreckt vor Situationen zurück, die einem Freude und Fröhlichkeit bereiten könnten. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Arthrose und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass der Arthrosepatient jemand anderem dauerhaft etwas nachträgt. Man hat das ständige Gefühl des Unrechts. Man sollte üben, selbst mehr Enthusiasmus in sein Leben fließen zu lassen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Asperger-Syndrom

gehört zu den Störungen des autistischen Spektrums, welche zunehmend als Spektrumstörungen betrachtet werden, anstatt einzelne Erkrankungen abzugrenzen. Unserer Meinung nach zu Recht wird heute häufig Wert darauf gelegt, diese Störung als Normvariante des psychischen Spektrums aller Menschen zu betrachten und es finden Aktivitäten wie der "Autistic Pride Day" statt.

Typisch für das Asperger-Syndrom ist die Zuspitzung hochsensibler und hochsystematischer Merkmale. Es bestehen jedoch zusätzlich deutliche Sprach- und Kommunikationsstörungen, häufig Inselbegabungen, Schwierigkeiten, Blickkontakt, Mimik, Körperhaltung oder Gestik zur Regulation zwischenmenschlicher Beziehungen zu verwenden, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzunehmen, mit sozioemotionaler Gegenseitigkeit, spontan, Freude, Interessen oder Tätigkeiten mit anderen zu teilen und häufig stereotype und motorische Auffälligkeiten wie Tics oder außergewöhnliche sich wiederholende Bewegungen.

Von größter Bedeutung ist wie bei der Hochsensibilität und der Hochsystematik das Selbstverständnis und die Selbstakzeptanz, welche natürlich auch mit gesellschaftlichem Verständnis und Akzeptanz einhergehen sollte.

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Asthenische Persönlichkeit = Nervöse Persönlichkeit

Dieses Muster von Gefühlen, Gedanken und Verhalten ist geprägt von Weichheit, dauernder Erschöpfung, ständiger Müdigkeit, Schalenlosigkeit, Dünnhäutigkeit und Verletzlichkeit. Unterschieden wird der "empfindliche" Astheniker oder Nervöse, der z.B. kein Blut sehen oder keinen Lärm hören kann. Er zeigt im Krisenfall vegetative Reaktionen oder flieht. Der "körperlich leicht versagende Astheniker oder Nervöse" hat die Naivität gegenüber den körperlichen Funktionen aufgrund zu intensiver Beobachtung verloren. Er beklagt häufig Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Blasenstörungen, eine verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Der "seelisch unzulänglich fühlende oder psychische Astheniker oder Nervöser" hat die Naivität gegenüber dem Erleben aufgrund zu intensiver Beobachtung verloren. Er fühlt sich entfremdet von seiner eigenen Wahrnehmungswelt, seinem Handeln und Fühlen. Alles erscheint ihm fremd, fern oder verschleiert. Alle Gefühle erscheinen unecht, alle Beziehungen kalt und leblos.

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Astigmatismus und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass der Astigmatismus mit Schwierigkeiten zu tun hat das Innenleben mit dem Leben in der Gesellschaft zu vereinen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Aufmerksamkeitsdefitzit- / Hyperaktivitätsstörung

Unterschieden werden können ein Mischtypus, ein unaufmerksamer Typus und ein hyperaktiv-impulsiver Typus. Bei manchen Betroffenen halten die Beschwerden bis ins Erwachsenenalter an und sollen dann auch als eigenständiges Krankheitsbild erkannt werden. Typisch sind Auffälligkeiten bei Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung, Motorik, Verhalten und Emotionen. Im Erwachsenenalter fallen auf:

  • Unaufmerksamkeit / Konzentrationsstörungen / Desorganisiertheit und/oder
  • Impulsivität und/oder
  • emotionale Instabilität und/oder
  • Hyperaktivität.

Therapeutisch sollte im Erwachsenenalter eine medikamentöse Therapie mit Stimulanzien oder Atomoxetin erfolgen, besonders wenn sie im Kindes- und Jugendalter schon erfolgreich war, kombiniert mit Verhaltens- und Soziotherapie. Wesentlich für die Beurteilung der Behandlung mit Stimulanzien ist, dass diese einen gesunden Menschen nicht "ruhig stellen", sondern eben stimulieren, also "aufputschen" würden. Nur im Falle der der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung zugrunde liegenden "Stoffwechselstörung" des Gehirns wirken diese Medikamente "beruhigend" und "sortierend".

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Aurum metallicum (Gold)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

ehrgeizig - pflichtbewusst - verletzlich

Meist Männer (Element: Wasser)

  • Sensibilität, Einsamkeit, Gefühl von Schwere
  • Gefühl von Verlassenheit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl, Versagensängste
  • Fleißig, zielstrebig, machen immer weiter, getrieben, ehrgeizig
  • Analytisch und distanziert
  • Ehrlich und streng
  • Aufbrausend und sehr emotional
  • Schwere Depression mit Selbstvorwürfen

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Autogenes Training

wurde in den 1920er Jahren von J.H. Schulz begründet. Kann gut angewendet werden bei psychosomatischen Beschwerden, leichten Angsterkrankungen, Erschöpfngsgefühlen, muskulären Verspannungen, chronischen Schmerzzuständen und Schlafstörungen. Sollte bei Depressionen und Psychosen nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden. Optimal ist es, in Gruppenschulungen mit ca. 14tägigem Abstand über ca. ein halbes Jahr systematisierte Konzentrationsübungen im Sinne einer selbsthypnotischen Körperbeeinflussung zu erlernen. Jeder sollte täglich zweimal zu Hause 5-15 Minuten üben. Ziel ist es, einen Zustand der Ruhe und Entspannung zu erreichen. Das autonome Nervensystem kann hierdurch deutlich stabilisiert werden.

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Ávila, Teresa von

Teresa von Ávila lebte von 1515 bis 1582 und war Karmelitin, Mystikerin, Kirchenlehrerin und Heilige

Gebet des älter werdenden Menschen

O Herr, Du weißt besser als ich,
dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tag alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch,
hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheiten
erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben
- aber Du verstehst, o Herr,
dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten
und verleihe mir Schwingen zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich schweigen
über meine Krankheiten und Beschwerden.

Sie nehmen zu
- und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen anderer
mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit,
dass ich mich irren kann.
Erhalte mich
so liebenswert wie möglich.

Ich möchte kein Heiliger sein,
mit ihnen lebt es sich so schwer,
aber ein alter Griesgram
ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich,
an anderen Menschen unerwartet Talente zu entdecken,
und verleihe mir, o Herr,
die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

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- Letzte Aktualisierung am 28.11.11 -