Lexikon P,Q
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Paartherapie
ist indiziert bei chronifizierten Verhaltensmustern innerhalb von Beziehungen, die sich immer wieder im Kreis drehen. Innerhalb dieser Verhaltensmuster ist häufig das unbewusste konflikthafte Zusammenspiel beider Partner zur Unterdrückung abgewehrter Impulse und Gefühle beider Seiten wirksam, was Jürg Willi im Begriff der "Kollusion" zusammengefasst hat. Innerhalb dieses konflikthaften Zusammenspiels erscheint es anfangs häufig, als würden die Partner "perfekt" zusammenpassen, weil sie jeweils die abgewehrten Impulse und Gefühle des anderen ersetzen, im Verlauf entwickelt sich aber der chronische Konflikt, weil eben der eine dem anderen diese Gefühle und Impulse nicht ersetzen kann. Aus diesem Grunde sieht es häufig nach außen auch so aus, als sei der eine der "über-" und der ander der "unterlegene", wobei auch dies nur Kennzeichen eines unterbewussten "Zusammenspiels" sein kann.
Das heißt anfangs übernimmt typischerweise ein Partner die "stärkere" Rolle, der andere die "schwächere" Rolle. Es entsteht der Eindruck, dass der Partner geradezu das Gegenteil dess anderen ist, dabei stellen aber beide nur die Pole des gleichen Themas dar. Dies bewirkt die Anziehung und Verklammerung der Partner. Jeder hofft unterbewusst von seinem Partner von seinem Grundkonflikt erlöst zu werden. Im längeren Zusammenleben scheitert der "Selbstheilungsversuch", weil beide nur den Wunsch verdrängt hatten, der "Starke", auch mal "schwach" zu sein, der "Schwache" auch mal "stark" zu sein. Es entwickeln sich immer extremere Positionen der Partner. Auf Dauer kann der "Starke" dem "Schwachen" nicht mehr die fürsorgliche Befriedigung geben, die er sich selbst versagt, und der "Schwache" hasst den "Starken dafür, weil er sich durch das ständige Angewiesensein auf ihn dauerhaft gekränkt fühlt. Dann schlägt die Beziehung in Destruktion um. Meistens finden sich drei Grundthemen:
Autonomie und Abhängigkeit: Anfangs: "Bewunderer": "Toll, dass du so grandios und selbstbewusst bist!" und "Star": "Toll, dass du mich so bewunderst und verehrst!" - Später: "Bewunderer": "Unerträglich, dass du so selbstherrlich und demütigend bist!" - "Star": "Unerträglich, dass deine demütige Haltung mich so einengt und verpflichtet!" Eine Lösung besteht im Einüben der Bestätigung des jeweils anderen als abgegrenzte individuelle Person. Der "Bewunderer" sollte selbst mehr Selbstwertgefühl entwickeln, während der "Star" einsehen sollte, dass er durchaus nicht vollkommen ist.
Fürsorge und Selbstverantwortung: Anfangs: "Nehmender": "Es tut mir gut, dass du mir so viel innige Geborgenheit vermittelst!" und "Fürsorger": "Es tut mir gut, dass du mir so bedingungslos vertraust!" - Später: "Nehmender": "Unerträglich, dass du mich ständig wie ein Kind behandelst und außerdem gibst du mir nicht genug!" und "Fürsorger": "Unerträglich, wie du mich mit deinen Ansprüchen total auslaugst und es mir überhaupt nicht dankst!" Eine Lösung besteht im Einüben von gegenseitigem Geben und Nehmen. Das "Kind" sollte selbständiger und weniger anklammernd werden, während das "Elternteil" lernen sollte, auch mal passiv zu sein und auch mal anzunehmen.
Dominanz und Hingabe: Anfangs: "Untertan": "Toll, dass du so stark, aktiv und durchsetzungsfähig bist!" und "König": "Toll, dass du so nachgiebig und lieb bist!" - Später: "Untertan": "Unerträglich, wie autoritär und tyrannisch du bist!" und "König": "Unerträglich, wie weich und schwach du bist!" Eine Lösung besteht im Einüben von gegenseitiger Solidarität ohne Zwang. Der "Untertan" sollte lernen, sich selbst besser zu vertreten und durchzusetzen, während der "König" lernen sollte, auch mal nachzugeben und einzulenken.
Insgesamt ist für die Paartherapie wichtig zu erkennen, welche inneren Anteile, die man ablehnt, man an den Partner abgibt und diese wieder in sich selbst zu integrieren. Das Verständnis für den Partner soll gefördert werden und ihn so zu sehen und zu akzeptieren, wie er ist. Die Partner sollen begreifen, dass sie Pole des gleichen Themas eingenommen haben, so dass das Trennende wieder zum Verbindenden werden kann.
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Paliperidon
steht auf der so genannten "Me-too-Liste" mehrerer kassenärztlicher Vereinigungen. Ist ein atypisches, hoch potentes Neuroleptikum mit mittelstarker bis starker antipsychotischer Wirksamkeit und wirkt nur gering beruhigend. Es treten kaum motorische Nebenwirkungen auf. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Pankreatitis und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass die Bauchspeicheldrüsenentzündung mit starken Emotionen und Zorn aufgrund zu hoher Erwartungen zu tun hat. Meist kommt es bei Menschen zu Pankreatitis, die sich zu viele Sorgen um ihre Familie machen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Paranoide Persönlichkeit = Fanatische Persönlichkeit
Es handelt sich um ein Muster im Fühlen, Denken und Verhalten, das von Misstrauen und Argwohn geprägt ist. Die Grundannahme ist, dass andere Menschen potentielle Gegner sind. Dies führt zu übermäßiger Vorsicht und Wachsamkeit. Gelassenheit, Vertrauen und Anerkennung anderer fehlen. In Auseinandersetzungen verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen dem inhaltlichen Problem und dem "Recht bekommen" zum "Recht bekommen"-Wollen hin. Diese Menschen sind konsequent, verbissen, eher egozentrisch, unfügbar und starr. Sie tragen Kränkungen sehr nach und sind häufig extrem eifersüchtig. Ihr Selbstwertgefühl ist eher überhöht. Sie haben eine große Scheu vor engen Beziehungen.
Man kann noch "expansive paranoide Persönlichkeiten" unterscheiden, bei denen die Problematik lebhaft verarbeitet wird. Sie treten als aktive Draufgänger auf und nehmen häufig neutrales oder freundliches Verhalten anderer als feindlich oder herabsetzend wahr. Sie wirken streitsüchtig und bestehen beharrlich auf ihren Rechten. Sie sind sehr kritisch gegenüber Schwächen und Fehlern anderer, wobei sie sich selbst eher makellos empfinden. Sie können nicht gut verzeihen oder vergessen und wirken häufig unangepasst. Typische Gedanken sind, dass die anderen Menschen immer versuchen, einem weh zu tun, dass man den anderen nicht vertrauen kann, weil sie versuchen einen auszunutzen, zu stören oder zu ärgern, und dass man immer auf das Schlimmste gefasst sein müsste. Kompromisse werden wie Niederlagen emfpunden.
Weiterhin kann noch der "Querulant" unterschieden werden, der persönliche überwertige Ideen vertritt und gegen die vermeintlichen Verursacher seiner Benachteiligung vorgeht.
Der "Rechthaber" oder "Gerechtigkeitsmensch" tritt ebenfalls streitsüchtig auf, legt seinem Anliegen aber eine Art öffentlicher Bedeutung bei.
"Seine Meinung ist die rechte,
wenn er spricht, müßt ihr verstummen,
sonst erklärt er euch für Schlechte
oder nennt euch gar die Dummen.
Leider sind dergleichen Strolche
keine seltene Erscheinung.
Wer nicht taub, der meidet solche
Ritter von der eignen Meinung."
Von Wilhelm Busch.
Der "Kampfparanoiker" wird ganz von dem Konflikt des machtlosen Einzelnen mit der allmächtigen Ordnung eingenommen. Häufig schwelt in ihm eine heimliche Wunde aus der Vergangenheit.
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Paroxetin
gehört zu den SSRI, ist aber trotzdem als "klassisches" oder "alt hergebrachtes" Antidepressivum mit äußerst zuverlässiger Wirksamkeit zu betrachten. Wirkt hervorragend bei Angst- und Zwangserkrankungen sowie bei der posttraumatischen Belastungsstörung (s.u.) und ist eines der Hauptmedikamente der Wahl bei Agoraphobie und generalisierter Angsterkrankung oder ängstlicher Persönlichkeit. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Passiv-aggressive Persönlichkeit = Negativistische Persönlichkeit
Das Denken, Fühlen und Verhalten ist geprägt durch eine negative Einstellung und einen passiven Widerstand gegen Ansprüche. Die Grundbefürchtung ist eingeschränkt zu werden. Dies führt zu übermäßigem Widerstand, Bemühen um Autonomie, Passivität und Sabotage. Entwicklungsbedürftig sind Intimität, Selbstsicherheit, Aktivität und Kooperationsfähigkeit. Typische Gedanken sind, nur tun zu müssen, was man auch will, dass keine Forderungen akzeptiert werden, dass man grundsätzlich von anderen unterschätzt werde, und dass immer zu viel von einem verlangt werde. Druck kann nicht akzeptiert werden und es wird sich ihm reflexartig widersetzt. Diese Menschen wissen eigentlich nicht, wie man Aggression ausdrückt.
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Paul, Jean
geborener Johann Paul Friedrich Richter, war ein deutscher Schriftsteller, der literarisch gesehen zwischen Klassik und Romantik stand, und von 1763 bis 1825 lebte. Die Namensänderung ging auf die große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau zurück.
"Mit einer Kindheit voller Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten."
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Perazin
ist ein niedrig potentes Neuroleptikum, das mittelstark antipsychotisch und beruhigend wirkt. Es kann auch motorische Nebenwirkungen auslösen. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Perphenazin
ist ein "typisches" oder "alt hergebrachtes" Neuroleptikum mit stark antipsychotischer Wirksamkeit. Gibt es auch in Depot-Form, welche nicht nur bei "unkooperativen" Betroffenen gegeben wird, sondern auch den Vorteil hat, nicht jeden Tag an die Medikamenteinnahme denken zu brauchen, bzw. sie nicht vergessen zu können. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Persönlichkeiten / "Persönlichkeitsstörung, - akzentuierung oder -züge"
Unsere Persönlichkeit ist gekennzeichnet durch Muster im Fühlen, Denken und Verhalten. Sind unsere Wahrnehmung, Verarbeitung und Reaktion auf unsere Außenwelt in Zügen festgelegt, lassen sich verschiedene Persönlichkeiten - bei jedem von uns - unterscheiden. Unserer Meinung nach ist der Begriff "Persönlichkeitsstörung" unglücklich gewählt und wird darüber hinaus häufig von Fachleuten vermieden, da es sich um keine "Störung" des Charakters handelt, wie der Begriff andeuten könnte, sondern um eine festgelegte Interaktion mit der Außenwelt und insbesondere den Mitmenschen, welche zu erheblichem Leiden führt. Insofern wäre, wenn man schon einen Störungsbegriff bemühen möchte, die Bezeichnung "Interaktionsstörung" korrekter. Jeder zehnte Mensch leidet unter einer "Persönlichkeitsstörung" oder einer "Interaktionsstörung". Zum Vergleich: Auch jeder zehnte Mensch leidet unter Diabetes mellitus. Es werden drei "Cluster" von Persönlichkeiten unterschieden: Das Cluster der "sonderbaren" , das der "emotionalen" und das der "ängstlichen" Persönlichkeiten.
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Phosphorus (Phosphor)
Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie
ausdrucksvoll - herzlich - lebhaft
Frauen und Männer (Element: Wasser)
- Schwierigkeiten mit den emotionalen Grenzen, nehmen jede Schwingung auf
- Unschuldig, authentisch, hoffen auf ein Wunder
- Schwierigkeiten mit der Selbstdisziplin, neigen zu Abhängigkeiten
- Flatterhaft, eher instabil, flüchtig, nervös, inneres Zittern und Unruhe, Bewegungsdrang, dramatisch, zerstreut
- Strahlender Charme, Heiterkeit, Übermut
- Enthusiastisch, Reaktionsfreude
- Eher instabiles Identitätsgefühl
- Ängste bei Überreizung und Druck, brauchen immer wieder Ruhepausen, Angst vor dem Alleinsein, erschrecken leicht, haben Vorahnungen
- Mitfühlend, sensibel, warmherzig, liebevoll, mild, voll Akzeptanz und Toleranz
- Heftige Emotionen
- Lebendig, leicht, luftig, locker und verspielt
- Phantasievoll, inspiriert, intuitiv und hellsichtig
- Neigung zu geistiger und emotionaler Erschöpfung
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Pimozid
ist ein "typisches" oder "alt hergebrachtes", mittel potentes Neuroleptikum, welches mittelstark antipsychotisch wirksam ist und nur wenig beruhigend wirkt. Unserer Erfahrung nach zeigt es eine besonders gute Wirkung bei hypochondrischen Vorstellungen und auch bei psychosomatischen Beschwerden, falls der Einsatz gerechtfertigt ist. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Pipamperon
ist ein niedrig potentes Neuroleptikum, welches schwach antipsychotisch, aber gut beruhigend und schlafanstoßend wirkt. Es kann sehr gut bei Ängsten, Unruhezuständen und schweren Schlafstörungen gegeben werden. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Platinum (Platin)
Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie
stolz - melancholisch - leidenschaftlich
Meist Frauen (Element: Feuer)
- Stolz, attraktives Äußeres mit dem Anschein, andere von oben herab zu behandeln
- Emotionalität mit Schwierigkeiten mit der emotionalen Sensibilität, melancholisch, verzagt
- Leidenschaftlich
- Sexuell sehr fordernd mit starkem Verlangen
- Ängstliche Mutlosigkeit
- Reizbarkeit bis hin zu aggressiven Impulsen
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Posttraumatische Belastungsstörung
Jeder achte Mensch leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Zum Vergleich: Jeder zehnte Mensch leidet unter Diabetes mellitus.
Es ist die Verletzungsfolge auf ein kurzes oder langanhaltendes traumatisches Geschehen außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes, die sich meistens im Rahmen von ca. sechs Monaten nach dem Geschehen entwickelt. Es treten anhaltende Erinnerungen, so genanntes "Wiedererleben" ("Flashbacks"), sehr lebendige Erinnerungen, sich wiederholende Träume über das Geschehen oder Beschwerden bei an die Belastung erinnernden Situationen auf. Es kommt zur Vermeidung von erinnernden Situation. Ferner können Schwierigkeiten entstehen, sich an gewisse Aspekte des Geschehens zu erinnern, dazu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und/oder Schreckhaftigkeit.
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Präpsychotische Symptome - Prodrom - Basissymptome der Psychose
Frühester Beginn:
- Misstrauen ohne eindeutigen Wahncharakter
- Leistungsknick in schulischen und beruflichen Belangen
- immer wiederkehrende Beziehungsideen, Neigung, alles auf sich selbst zu beziehen
- Störung von Konzentration, Aufmerksamkeit, kognitive Beeinträchtigung, Zerstreutheit
- Störung von Antrieb und Motivation - Energieeinbuße
- Schlafstörungen, nächtliches "Umhergeistern"
- Angstzustände, Unruhe und Gespanntheit, zunehmende Nervosität und seelische Labilität
- sozialer Rückzug mit schwindender Kontaktfähigkeit trotz vorhandenem Kontaktwunsch, wachsende Ungeselligkeit mit Erkalten aller zwischenmenschlicher Beziehungen
- erhöhte Irritabilität und Beeindruckbarkeit, manchmal "wie völlig vereinnahmt"
- vegetative Beschwerden wie rasche Erschöpfbarkeit, Lärmempfindlichkeit, Herzklopfen
- Genussunfähigkeit, Freudlosigkeit, ängstlich-gedrückte bis depressive Stimmung, Gefühl der inneren Leere, manchmal wie "abgestorben"
- eigenartige Selbstversunkenheit
- eigenartig zunehmendes Interesse an religiösen, mystischen, philosophischen oder gesellschafspolitischen Fragen
Zunehmende Irritation und Erhöhung der emotionalen Spannung:
- formale Denkstörungen, insbesondere Gedankenabreißen, Gedankendrängen, Gedankeninterferenzen (Gedanken kommen ungewollt immer wieder "wie von außen" dazwischen), Gedankenperseverieren (man bleibt an Gedanken "hängen")
- eigentümliche Wahrnehmungsstörungen wie ungewöhnliche Veränderungen von Mitmenschen, Tieren oder Objekten
- Störungen des Handlungsablauf, seelische, geistige und sogar körperliche Verlangsamung bis hin zur Entschlussunfähigkeit und Antrieblosigkeit
- Körpermissempfindungen mit dem Eindruck des "Gemachten"
- "sonderbare Vorstellungen" oder magisches Denken
Dann:
Danach folgt die Psychose (s.u.)
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Präsuizidales Syndrom (nach Ringel)
Das präsuizidale Syndrom nach Ringel, äußert sich in
- zunehmender Einengung, die sich in Aufsuchen immer gleicher Situationen, einseitiger Wahrnehmung, einseitigen Verhaltensmustern und einseitiger Gefühle äußert
- Aggressionsstau und Wendung der Aggression gegen die eigene Person
- Suizidphantasien, die anfangs beabsichtig sind ("die werden alle weinen und sehen, was sie davon haben") und sich aber in der Folge passiv aufdrängen
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"Problematische Elterntypen"
Unter "problematischen Elterntypen" versteht man solche, die eine seelische Abhängigkeit von Zuwendung und Anerkennung beim Kind dadurch herstellen, dass das Kind entweder immer gewinnt oder immer verliert. Dadurch entwickelt sich das Kind zu einem Erwachsenen vom Typ des "direkt Nehmenden", der seine Selbstfürsorge anderen überlässt, oder des "Umsorgenden", der sich immer um andere kümmert, um dadurch Zuwendung und Anerkennung zu erringen, und so kaum Selbstfürsorge pflegt. Man kann drei typische Arten von "problematischen Elterntypen" mit entsprechenden Folgen unterscheiden:
Der Macht-Typus
- will alles bestimmen, es muss alles nach seinem Kopf gehen - und sei es mit Gewalt
- das Machtbedürfnis wird häufig auch auf scheinbar nebensächlichen Gebieten ausgelebt, wie Kleidung, Frisur oder Hobbys
- selbst kleinste eigene Wünsche der Kinder werden abgewürgt
- alle möglichen Entscheidungen werden den Kindern abgenommen
- die demütigenden Strafen sind häufig unberechenbar - selbst mit für das Kind verständlichem Wohlverhalten können sie nicht vermieden werden
- die Intimsphäre wird nicht respektiert, Geheimnisse werden nicht geduldet, z.B. wird gerne das Tagebuch gelesen oder die Post der Kinder geöffnet
- Lob und Ermutigung werden nur sehr selten, scharfe Kritik und Entmutigung sehr häufig geäußert
Folgen für das ehemalige Kind
- fehlendes Selbstvertrauen, weil es unter der Bevormundung nicht möglich war, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln
- fehlende Selbstbehauptung, weil die Durchsetzung gegen einen "mächtigen Gegner"
- und vor allem: die mangelnde Fähigkeit, seine eigenen inneren Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen, klar zu formulieren und durchzusetzen, weil es dieses "Fach" in der "Elternschule" einfach nicht gab und somit als heute sinnlos oder gar schädlich erlebt wird
HILFREICH: Einübung der Wahrnehmung, Formulierung und Behauptung eigener Wünsche und Bedürfnisse
Der Opfer-Typus
- übt Macht gewissermaßen hinten herum aus, indem er sich stets als schwach, übermäßig liebenswürdig und umsorgenswert präsentiert
- häufig wird subtil das Verlassen des Kindes durch Weggehen, Krankheit oder gar Suizid angedeutet •löst beim Kind reflexartig Schuldgefühle aus
- erfüllt das Kind die "stillen" Erwartungen, fühlt es sich trotzdem nur als hätte es ein virtuelles Defizit angeglichen und nicht als hätte es etwas wirklich Gutes getan
- es besteht häufig ein lebensumständebedingtes Leiden oder Kränkeln, welches wirklich existieren und stets betont oder auch konstruiert werden kann
- angedeutet wird auch eine Aufopferung für den anderen, z.T. in Form ganz konkreter "Opfer", also Unterstützung des anderen, oder auch "was man alles hätte werden können ohne Kinder", etc.
- "Parentifizierung": die typischerweise tendenziell ängstlichen, sensiblen, harmoniebedürftigen und pflichtbewussten Kinder werden zu den "Eltern" des Opfer-Typus und verlieren dabei ihre Kindheit
Folgen für das ehemalige Kind
- Schwierigkeiten mit Nähe und Distanz: Nähe führt erneut zu dem destruktiven Gefühl, sich stets nur um den anderen kümmern zu sollen, und Distanz führt wieder zu Schuldgefühlen
- Verlassensängste in der Partnerschaft, in der das ehemalige Kind viele Wege findet, ein allzu schmerzhaftes vermeintliches "Verlassenwerden" zu vermeiden, z.B. durch unpassende Partner, bei denen eine etwaige Trennung nicht so schmerzen würde, durch mehrere Partner oder auch durch gar keinen Partner, etc.
- und vor allem: die reflexhafte Entwicklung von Schuldgefühlen
HILFREICH: Die Schuldgefühle akzeptieren, und weil man sie sowieso bekommt, einfach tun, was man wirklich will.
Desinteressierter Typus
- wirkt oft abwertend, mitleidslos oder lebensfeindlich
- ist nicht fähig, Gefühle, insbesondere Zuwendung zum anderen, in Form von Worten, Gesten oder Handlungen zum Ausdruck zu bringen
- Abwertung und Geringschätzung von Gefühlen
- die Kinder werden äußerlich gut versorgt, gekleidet und ernährt, was ihre Einsamkeit noch dadurch verstärkt, dass alle Außenstehenden die Eltern für besonders gute "Exemplare" halten
- Mangel an Zärtlichkeit, Streicheln, Drücken oder Herzen
- keine echte Anteilnahme am Erfolg oder an Misserfolgen des Kindes, bei Einverständnis und auch bei Meinungsverschiedenheiten mit dem Kind
- kein echtes Interesse für das Wesen und die Gefühle des Kindes
Folgen für das ehemalige Kind
- fehlendes Gefühl für Gefühle, fehlendes Vertrauen in die eigenen Gefühle
- und in die Gefühle anderer
- und vor allem: die Tendenz, sich immer mehr anzustrengen, um letzten Endes doch endlich die Anerkennung anderer zu erhalten
HILFREICH: Der Satz: "Ich habe genug getan."
Natürlich gibt es alle möglichen Mischformen, wie die des "benutzenden Typus", der alle Methoden anwendet, damit das Kind ein inneres Bild erfüllt, das er von dem Kind hat, und damit er Anerkennung und Bewunderung Dritter wegen des Kindes erhält.
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Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Über jeweils abwechselnd willkürliche Anspannung von Muskelgruppen für Sekunden - Arme, Beine, Atemmuskulatur, Bauch, Gesicht - und willkürliches Loslassen wird bewusste Wahrnehmung und bewusste Entspannung erzeugt. Kann auch gut in Gruppen vermittelt werden.
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Prostataprobleme und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Prostataprobleme damit zu tun haben, einem klar zu machen, dass man nicht alles kontrollieren kann, dass wir Altes loslassen sollen, um Neues zu schöpfen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Psoriasis und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Menschen mit Schuppenflechte sich eine "neue Haut" wachsen lassen wollen. Man fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, weil man sich nicht für das, was man eigentlich ist, anerkannt fühlt. Oft akzeptiert man nur schwer die Rolle, die einem das Leben hat zukommen lassen. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Psychiater
ist ein Facharzt für Psychiatrie, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung von Erkrankungen oder Störungen des Geistes oder der Seele des Menschen sowie den Beziehungen zwischen Körper, Geist und Seele und deren gegenseitiger Beeinflussung beschäftigt. Ein Psychiater hat somit Medizin studiert, ist ein Arzt und ist "von Haus aus" Naturwissenschaftler. Gemeinsames Tätigkeitsfeld mit dem Psychologen (s.u.), der Psychologie studiert hat und "von Haus aus" Geisteswissenschaftler ist, ist die Psychotherapie (s.u.).
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Psychoanalyse
Die "Psychoanalyse" ist die ursprüngliche und eine besondere Form der tiefenpsychologischen Verfahren der Psychotherapie (s.u.), bei der grundsätzlich der Patient liegt und "frei assoziiert". Das bedeutet, dass der Patient seinen Gedanken völlig freien Lauf und sich dabei von den sich entwickelnden Themen selbst überraschen lässt.
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Psychologe
Ein Psychologe hat ein Hochschulstudium der Psychologie abgeschlossen, das traditionell den Geisteswissenschaften zugeordnet wird. Er kann in sehr vielen Anwendungsfeldern tätig sein, wie im Gesundheitswesen, Bildungswesen, in der Wirtschaft, Lehre oder Forschung. Gemeinsames Tätigkeitsfeld mit dem Psychiater (s.o.), der Medizin studiert hat und ein Arzt und "von Haus aus" Naturwissenschaftler ist, ist die Psychotherapie (s.u.).
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Psychose
Jeder Mensch hat eine multifaktoriell festgelegte "Dopaminschwelle". Positive Ereignisse stimulieren unser Dopamin-System, unser "Belohnungssystem". Viel stärker noch treiben unser Dopamin aber viele andere Faktoren in die Höhe, wie z.B. Drogen, Schlafmangel, alle Arten von Stress, bestimmte Medikamente, z.B. manche Antibiotika, und anderes. Kommen nun solche Faktoren zusammen, kann es sein, dass diese "Dopaminschwelle" überschritten wird und ein "Dopaminexzess" entsteht. Das Dopamin erhöht sich dann von selbst immer weiter und eine Psychose entwickelt sich. Typische Symptome sind das Gefühl, alles habe mit einem selbst zu tun, Gedanken, die durcheinander kommen oder „abreißen”, Stimmen hören, Dinge riechen, schmecken, hören, fühlen und sehen, die andere nicht nachvollziehen können, und die innere Unfähigkeit, diese Dinge noch in Frage stellen zu können, das heißt, eine „unkorrigierbare Gewissheit”. Hinzu kommen Antriebsstörungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie häufig panische Angst.
Eine Psychose sollte unbedingt mit Neuroleptika behandelt werden, damit v.a. die Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen nicht zurückbleiben. Weil die Patienten meist nicht einsehen können, dass sie „krank” sind, also eine verzerrte Wahrnehmung haben, ist es oft schwierig, eine Behandlung einzuleiten. Eine multifaktoriell, also genetisch, familiär und Stress, bedingt so niedrige "Dopaminschwelle", dass ein "Dopaminexzess" auch ganz ohne nachvollziehbare Auslöser auftritt - und dies im Verlauf mehrmals - nennt man eine "Schizophrenie".
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Psychotherapie
Die Psychotherapie ist das Verfahren, bei dem der Patient sich mit Hilfe der therapeutischen Gespräche seine eigenen Wahrnehmungen, Erlebnisweisen und deren Interpretation sowie die daraus folgenden Handlungen bewusst macht. Im Laufe dieses Prozesses soll er lernen, ein neues Verständnis, neue Sichtweisen und Wege im Umgang mit seinen Schwierigkeiten zu finden.
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Pulsatilla pratensis (Wiesenküchenschelle)
Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie
freundlich - scheu - weiblich
Meist Frauen (Wasser)
- Putzig, starke und tiefe Emotionen, die unmittelbar ausgedrückt werden, launische, weinerliche Stimmung, gefühlsbetont
- Intensive Beschäftigung mit den eigenen Gefühlen
- Fröhlich, liebenswürdig, häuslich, sinnlich und praktisch
- Anhänglich, möchten nicht allein sein, benötigen Zuspruch, fühlen sich abhängig
- Flexibel, emotional eher instabil mit Schwierigkeiten mit der Objektivität
- Konfliktscheu, passiv, umgänglich, wollen bei Kummer nicht reden, schmollen
- Ängste
- Konzentrationsstörungen, Zerstreutheit, Unentschlossenheit
- Stöhnen im Schlaf
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Quetiapin
ist ein atypisches hochpotentes Neuroleptikum, das am Anfang leicht beruhigend wirkt. Es wirkt gut auf die Psychose und ebenfalls gut auf Konzentrations-, Auffassungs- und Aufmerksamkeitsstörungen, Apathie und Antriebslosigkeit sowie auf depressive Begleitsymptome. An Nebenwirkungen werden beobachtet Schwindel, Mundtrockenheit und vereinzelt Herzrasen sowie niedriger Blutdruck. Motorische Nebenwirkungen treten kaum auf. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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- Letzte Aktualisierung am 10.12.11-