Roter Kreis e.V. - Verein für das Verständnis seelischer Erkrankungen und Verletzungen

Lexikon T,U

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Taubheitsgefühl der Gliedmaßen und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass vom "Einschlafen" der Arme und/oder Beine v.a. ängstliche Personen betroffen sind, die unterbewusst nichts fühlen wollen. Entweder versucht man zu verbergen, wie verletztlich man sich in dem was man tut oder tun will, fühlt oder aber man verlangt zu viel von sich selbst und weigert sich, auf die innere Stimme zu hören. Anstatt sensibel zu sein, ist man ängstlich. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Temazepam

ist ein kurz wirksames Benzodiazepin, welches vor allem gut beruhigend und schlaffördernd wirkt. ACHTUNG: Abhängigkeitspotential!

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Thakur, Rabindranath

war ein bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger, der 1913 den Nobelpreis für Literatur erhielt und damit erster asiatischer Nobelpreisträger war, und von 1861 bis 1941 lebte. Als engagierter Kultur- und Sozialreformer sowie Universalgelehrter modernisierte er die Kunst seiner Heimat durch den gezielten Angriff auf deren strikte Struktur und klassische Formensprache. Thakur wurde als Gurudeb bezeichnet, ein Ehrentitel, der sich auf Guru und Deva bezieht.

"Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschheit noch nicht verloren hat."

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Thioridazin

ist ein niedrig potentes Neuroleptikum, welches schwach antipsychotisch, mittelstark beruhigend und leicht antidepressiv wirkt, wenn es niedrig dosiert ist. Sexuelle Funktionsstörungen sind möglich. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.

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Thuja occidentalis (Lebensbaum)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

Verschlossenheit - Schuldgefühle - Emotionalität

Frauen und Männer (Element: Wasser)

  • Verschlossenheit, antworten sehr einsilbig
  • Scham- und Schuldgefühle
  • Selbstablehnung, Ablehnung des Lebens
  • Ängste, Angst vor der Zukunft und vor Misserfolg
  • Missempfindungen
  • Unterdrückte Wut
  • Starke und tiefe Emotionen
  • Hellsichtig
  • Sinnlichkeit, intuitive Verbindung zur Natur, viele Ideen
  • Starker Intellekt
  • Ständig in Eile

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Tic und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Menschen mit einem Tic, einem Nerven- oder Muskelzucken, sich lange Zeit hindurch kontrolliert haben und an die Grenzen ihrer Selbstkontrolle gelangt sind. Man würde seine Ängste, Traurigkeit, Sorgen oder Grenzen gerne in Worte fassen, traut es sich aber nicht. Am meisten beschäftigt einen, was die anderen von einem denken könnten. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Tiefenpsychologie

Die tiefenpsychologischen Verfahren betonen die lebensgeschichtlichen und persönlichen Besonderheiten in der vergangenen und zukünftigen Entwicklung des Patienten. Dem "Unbewussten" als in uns ruhender Pool von Wissen und Gründen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Die Analyse des "Warum" und "Woher" führt zu bewussten Einsichten, die wiederum zu einer Analyse der Verhaltensweisen, Fühl- und Denkmuster genutzt werden können.

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Tinnitus und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Tinnitus für zu großen "Gedankenlärm" steht. Man lässt sich durch seine Gedanken stören und hört nicht auf seine innere Stimme. Man fürchtet, aus dem Gleichgewicht zu geraten und die Kontrolle über sich zu verlieren, obwohl man sich nach außen hin stets ausgewogen gibt und seine Ängste gut verbergen kann. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Traditionelle chinesische Medizin

Ein Aspekt der traditionell chinesischen Medizin sind die Systeme der absinkenden, kühlen, schweren Energie (trad.: 'Yin') und der aufsteigenden, warmen, leichten Energie (trad.: 'Yang'), welche den sechs dargestellten Funktionskreisen übergeordnet sind. Diesen Systemen werden in der traditionellen chinesischen Medizin übergeordnete Energiemangel- und Energiestauungssymptome zugerechnet. Im seelischen Bereich sind das häufig Beschwerden wie übergroße Müdigkeit oder Ermüdbarkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsstörungen. Andere typische Erscheinungen sind u.a. ein roter Kopf, "unechte" Hitzeempfindungen, Hitzewallungen ohne echte Wärme, Schwitzen bei geringster Anstrengung, Nachtschweiß, Hitzegefühl in Handtellern und Fußsohlen, Vermeidung von Wind und Kälte, mangelhafte Widerstandskraft mit häufigen Infekten, Neigung zu Muskelkrämpfen und Durst, v.a. auf kalte Getränke.

Die sechs weiteren Funktionskreise - Meridiane - sind:

Der entgiftende, dynamisierende Funktionskreis (trad.: 'Leber/Gallenblase' und 'Holz')
Hier geht es auf psychosomatischem Gebiet um "Loslassen - Entspannen - Bereitstellung von Aktivität - Entschlusskraft - Antizipationsfähigkeit".
Diesem System werden in der traditionellen chinesischen Medizin vorrangig Beschwerden wie Ärger, unterdrückter Zorn oder unterdrückte Aggressionen, Ängste, Durchschlafstörungen und Frustration zugeordnet. Andere typische Phänomene sind u.a. unscharfes Sehen, trockene Augen mit Sandgefühl, Zittern, Schwindel, das prämenstruelle Syndrom, Aufstoßen, ein bitterer Mundgeschmack, Ohrensausen, Kopfschmerzen, insbesondere Migräne und ein abwechselndes Hitze-Kältegefühl.

Der speichernde, bewahrende Funktionskreis (trad.: 'Niere/Blase' und 'Wasser')
Hier geht es auf psychosomatischem Gebiet um "Stabilität - Potenz - Potential".
Diesem System werden in der traditionellen chinesischen Medizin vorrangig Beschwerden wie Vitalitätsmangel, Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit, Schreckhaftigkeit, Furcht vor dem Alleinsein, Lebensangst, aber auch Selbstüberschätzung und Überheblichkeit zugeordnet. Andere typische Erscheinungen sind u.a. Wirbelsäulen- und Lendenschmerzen, lockere Zähne, dünnes, brüchiges, stumpfes Haar oder Haarausfall, kalte Hände, kalte Füße und Harnwegsinfekte.

Der verarbeitende, aufnehmende Funktionskreis (trad.: 'Milz und Pankreas/Magen' und 'Erde')
Hierzu gehört auf psychosomatischem Gebiet "die Fähigkeit, einzustecken - Akzeptanz - Annehmen - Aufnahmefähigkeit - Lebensfreude".
Diesem System werden in der traditionellen chinesischen Medizin vorrangig Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Ideenjagen, "Überdrehtsein", Grübelneigung und Panikattacken zugeordnet. Andere typische Phänomene sind u.a. Verdauungsstörungen, geblähter Bauch, Verschleimung, Wasseransammlungen (Ödeme), Neigung zu blauen Flecken, schaler, klebriger oder süßer Mundgeschmack, kalte Extremitäten, trockene Lippen, Gefühl der Schwere, Völlegefühl, aber auch Heißhunger, Mundgeruch, Zahnfleischprobleme, Nasenbluten und Verstopfung.

Der verteilende, sortierende Funktionskreis (trad.: 'Herz/Dünndarm' und 'Feuer')
Hierzu gehört auf psychosomatischem Gebiet "Gesamtkapazität - Aufnahmevermögen - Koordination der Persönlichkeit - innerer Zusammenhalt".
In der traditionellen chinesischen Medizin werden diesem System vorwiegend Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Einschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Unruhe und unspezifische Angstzustände zugeordnet. Andere typische Erscheinungen sind u.a. kalte Hände, spontanes Schwitzen, Nachtschweiß, Nackenschmerzen, rotes Gesicht, bitterer Mundgeschmack, schmerzende, gerötete Augen, Herzklopfen, schmerzhafte Aphthen, Ohrensausen, Schulterschmerzen und Durchfall.

Der pulsierende, interagierende Funktionskreis (trad.: 'Perikard/Drei-Erwärmer' und ebenfalls 'Feuer')
Diesem System werden in der traditionellen chinesischen Medizin auf psychosomatischem Gebiet vorrangig Schwierigkeiten mit der Lebenseinstellung und den Beziehungen zugeordnet.
Andere typische Phänomene sind u.a. zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Kälte- oder Hitzeempfindungen, Schwindel und Ohrensausen.

Der rhythmisierende, verwandelnde Funktionskreis (trad.: 'Lunge/Dickdarm' und 'Metall')
Hierzu gehört auf psychosomatischem Gebiet "Resonanzfähigkeit - Rhythmusanpassung - Mitgefühl - Selbständigkeit - Rhythmuserzeugung - Widerstandskraft".
Diesem System werden in der traditionellen chinesischen Medizin vorrangig Beschwerden wie Depression, Kummer, Traurigkeit, Trauer und Hyperventilationssyndrome zugeordnet. Andere typische Erscheinungen sind u.a. eine zu schwache oder zu laute Stimme, Atemnot, kalte Extremitäten, Geruchsstörungen, störendes Niesen, Nasenbluten, Schweißausbrüche und Nachtschweiß, Durchfall oder Verstopfung, Husten, raue, trockene Haut, strohiges, trockenes Haar und Probleme mit den Nasennebenhöhlen.

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Tranylcypromin

ist ein "alt hergebrachtes" Antidepressivum, ein irreversibler MAO-Hemmer mit deutlich antriebssteigernden Eigenschaften. Es wird gerne als Reservemedikament eingesetzt, wenn andere Antidepressiva nicht ausreichend wirken. Eine tyraminarme Diät ist erforderlich und es darf nicht mit Clomipramin, SSRI, Venlafaxin oder Duloxetin kombiniert werden. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.

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Trauerreaktion

Die Trauer - an sich - ist eine depressive Reaktion auf einen schweren Verlust, meist durch das Sterben eines nahestehenden Menschen ausgelöst. Sie ist nicht pathologisch und dauert in der Regel nicht länger als sechs Monate bis zu einem Jahr. Sie läuft meistens in Phasen ab. Zunächst "Schock und Verleugnung", währenddessen man den Verlust nicht wahrhaben will, dann "Wut" mit heftigen Gefühlsausbrüchen wie Aggression, Schmerz, Sehnsucht und Angst, dann "Rückzug" mit stillem Leiden und Beschäftigung mit sich selbst und schließlich "Akzeptanz" mit dem Abfinden mit dem Verlust und der Wiederaufnahme des "normalen Lebens". Es ist normal, dass weiterhin Gefühlsschwankungen auftreten, dass das Leben intensiver und anders als zuvor gelebt wird, und dass sich mehr vor erneuten Verlusten gefürchtet wird.
Die "Trauerreaktion" oder "abnorme Trauerreaktion" wird festgestellt, wenn Monate bis Jahre nach dem auslösenden Ereignis noch eine Trauer fortbesteht, die in der Stärke kaum oder deutlich zu wenig vermindert ist. Die Betroffenen wirken wie "versteinert", machen sich Selbstvorwürfe, kapseln sich ab und verbittern. Der verstorbene Angehörige wird idealisiert und die Hinterbliebenen entwickeln häufig Aggressionen, auch gegen ihre Umwelt.
In der Psychotherapie kann versucht werden, die aus unterdrückten und nicht zugelassenen Gefühlen, Impulsen und Konflikten nicht geleistete Trauerarbeit nachzuholen und eine Ablösung vom Bild des Verstorbenen zu erreichen. Eine medikamentöse Therapie ist nur dann erforderlich, wenn sich sekundär zusätzliche Erkrankungen wie Depression oder Angsterkrankungen entwickelt haben.

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Trauma

"Psychisches Trauma ist das Leid der Ohnmächtigen. Das Trauma entsteht in dem Augenblick, wo das Opfer von einer überwältigenden Macht hilflos gemacht wird. Ist diese Macht eine Naturgewalt, sprechen wir von einer Katastrophe. Üben andere Menschen diese Macht aus, sprechen wir von Gewalttaten. Traumatische Ereignisse schalten das soziale Netz aus, das dem Menschen gewöhnlich das Gefühl von Kontrolle, Zugehörigkeit zu einem Beziehungssystem und Sinn gibt." (Judith Hermann, Die Narben der Gewalt, München 1993, S. 54)
Für uns ist es wichtig zu betonen, dass diese hervorragende Definition von Trauma nicht nur (zu) viele misshandelte Kinder betrifft, die sich schutz- und rechtlos sowie ohnmächtig einer absolutistischen Elternmacht gegenübersehen, sondern auch (zu) viele emotional vernachlässigte Kinder, denen Interesse an ihrem Wesen und Zuwendung fehlt, und die ebenso schutz- und rechtlos sowie ohnmächtig ohne die Möglichkeit einer Zuflucht einer "nicht berührbaren" Elternmacht gegenüberstehen.

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Trazodon

ist kein trizyklisches Antidepressivum, gehört aber trotzdem zu den "klassischen" oder "alt hergebrachten" Antidepressiva mit äußerst zuverlässiger Wirksamkeit, wirkt aber eher wie ein SSRI. Es wirkt gut angstlösend und beruhigend, löst aber relativ häufig auch Kreislaufschwierigkeiten, Müdigkeit und Schwindel aus. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.

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Trimipramin

ist ein trizyklisches Antidepressivum und gehört damit zu den "klassischen" oder "alt hergebrachten" Antidepressiva mit äußerst zuverlässiger Wirksamkeit. Es wirkt fördernd auf das Dopamin- und Noradrenalin-System, jedoch hemmend auf das Serotonin-System. Es wirkt stark beruhigend und angstlösend und kann daher gut als Schlafmedikament oder zur Beruhigung bei Ängsten eingesetzt werden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind dringend zu beachten. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.

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Tuberculinum (Tuberkulose-Nosode)

Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie

Angst, etwas zu verpassen - ruhelos - katzenhaft

  • Angst, etwas zu verpassen, Rastlosigkeit, Unzufriedenheit bei Einschränkungen
  • Avantgardistisch und katzenhaft
  • Anmaßend
  • Scharfer und beständiger Intellekt
  • Genießen gerne, starkes Verlangen
  • Hoffnungsvoll
  • Emotional distanziert

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Typus manicus

Der "Typus manicus" als typische Persönlichkeitsgrundlage für manische Episoden wird als unstet, risikofreudig, begeisterungsfähig, großzügig, vital, eigenständig, originell, unkonventionell, vielseitig interessiert und phantasievoll beschrieben. Gemeinsam mit dem "Typus melancholicus" (s.u.) seien die Eigenschaften, aktiv, tüchtig, gefühlsbetont und warmherzig zu sein. Heute wird dieses Konzept kritisch betrachtet, jedoch fällt empirisch immer wieder ein gewisser Zusammenhang auf.

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Typus melancholicus

Der "Typus melancholicus" als typische Persönlichkeitsgrundlage für depressive Episoden wird als beharrlich, ausdauernd, besonnen, gewissenhaft, energiearm, autoritätsgebunden, pflichtbewusst, konventionell und perfektionistisch beschrieben. Gemeinsam mit dem "Typus manicus" (s.o.) seien die Eigenschaften, aktiv, tüchtig, gefühlsbetont und warmherzig zu sein. Heute wird dieses Konzept kritisch betrachtet, jedoch fällt empirisch immer wieder ein gewisser Zusammenhang auf.

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Übelkeit und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Übelkeit darauf hindeutet, dass man sich durch etwas bedroht fühlt. Etwas stößt einen ab, weil es nicht nach den eigenen Vorsellungen geschieht. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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Übergewicht und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Übergewicht ein gewisses Erniedrigungsgefühl in der Jugend zugrunde liegt. Man hat noch heute Angst davor, sich für sich oder andere schämen zu müssen. Man baut sich einen Schutzwall gegen all jene, die zu viel von einem verlangen könnten, da man nur schwer nein sagen kann und dazu neigt, alles auf seine Schultern zu laden. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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"Unstete Beziehung"

Manche Menschen leiden auf besondere Art an ihrer Beziehung. Nun ist ja „Liebesleid“ ein seelischer Zustand, der sich meistens Ratschläge und Zureden verbietet, häufig will er durchgehalten, durchlitten und somit seelisch auch aufgearbeitet werden, soviel weiß der gesunde Menschenverstand häufig zu berichten.
Bei manchen Beziehungen liegen die Verhältnisse leider weniger leidensvoll-lebendig, so dass man wirklich von „Liebeskummer“ reden könnte. Nach allen Erfahrungen, die wir im Verlaufe unserer beruflichen Praxis gesammelt haben und die auch von vielen anderen Therapeuten beschrieben werden, gibt es eine Art Beziehung zwischen zwei prototypisch zu beschreibenden Charakteren, die zu durchaus lang anhaltenden, aber in ihrem Verlauf den einen Partner zutiefst zerrüttenden Beziehungen führen. Die Beziehung ist häufig geprägt von einem ständigen Auf und Ab. Beziehungsabbrüche werden inszeniert und schnell wieder gekittet. Es wird mit den Verletzlichkeiten des Anderen gespielt, kurz: es gibt keine dauerhaft tragfähige positive emotionale Verbindung.
Nun ist es häufig so, dass derjenige, der in dieser Form der Beziehung eigentlich das "Opfer" darstellt, zwar irgendwann so gebrochen ist, dass er Behandlung aufsucht, fast reflexartig aber seinen Partner im Gespräch verteidigt, weil der z.B. nicht anders könne, selber eine schlimme Vergangenheit habe, einen doch brauche, auch ganz mitreißend sein könne etc.
Was uns im Laufe der Jahre aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die – lassen Sie sie uns ruhig beim Namen und damit „Täter“ nennen - nie zu uns in Therapie kommen. Es sind immer die Beziehungspartner, die versuchen, sich zu ändern, anzupassen, ihre Bedürfnisse zu beherrschen, um irgendwie einen Weg zu finden, etwas wie „Frieden und Zweisamkeit“ mit dem Partner zu finden.
Dazu möchten wir Ihnen gerne einiges sagen: Der alte Spruch, dass zu einem Streit immer zwei gehören, trifft hier nur insofern zu, dass in der Beziehungskonstellation, in der die "Opfer" gelandet sind, die emotionale Instabilität des Partners auf ihre Form der Stabilisierung in Form von Zuwendung und Liebesbeweisen angewiesen ist. Er kann sie sich nicht selber geben und wird sie zwar bei dem anderen ansatzweise genießen, es aber nicht aushalten können. Er wird immer wieder versuchen müssen, den Frieden zu stören, um sich selbst zu beweisen, dass nicht nur in ihm (aus Persönlichkeitsgründen) ein ständiges Wandeln an Rand der Katastrophe stattfindet, sondern auch in der Welt, die der andere mit ihm teilen. Sein Beteiligt sein daran sieht er nicht.
Ein paar Worte zu dem "Opfer": Derjenige ist wahrscheinlich jemand, der sich eine innige Beziehung wünscht, in der jeder gibt und nimmt. Das ist auf emotionaler Basis das Grundwesen der Partnerschaft. Man will sich kümmern und umsorgt werden. Es ist auf einen möglichst fließenden Austausch angelegt. In diesem Fall gestaltet es sich wahrscheinlich so, dass derjenige als eines seiner Merkmale sicher die Fähigkeit zu liebevoller Zuwendung beschreiben würden, allerdings wahrscheinlich stärker als andere sich nach Zärtlichkeit und Zuwendung sehnt. Zweisamkeit ist demjenigen sehr wichtig. Wie es andere ohne sie aushalten und ihr Leben auch noch genießen ist demjenige häufig ein Rätsel. Das führt – besonders im Verlauf der unsteten Beziehung - auch dazu, dass man mit aller Kraft um eine Beziehung zu kämpfen in der Lage ist – oder besser gesagt: kämpfen will, weil sich an ihr quasi der eigene Lebensfaden verhakt hat. Diese Form des Kampfes ist einem meistens nicht fremd und eigentlich ja auch ehrenwert, aber die Anstrengungen über die lange Zeit machen einen blind.
Man kämpft um die Teilhabe an einem Kampf, bei dem der Partner einen mit punktuellen Freundlichkeiten in den Ring lockt, um einem reflexhaft sofort wieder auf die Mütze zu hauen.
Merke: Er kann nicht anders, nur man selbst hat die Wahl. Man sollte deshalb aufhören, weiterhin die eigene Intelligenz zu beleidigen.
Das bringt uns zu einigen Bemerkungen über den "Täter": Sie haben es mit einer "unsteten", instabilen Persönlichkeit zu tun. Es handelt sich hierbei um eine Form der Persönlichkeit, die mitunter ausgelöst ist durch frühkindliche Traumata, weshalb man sie früher in der Psychiatrie etwas despektierlich die „Frühgestörten“ nannte. Was die Störung nun genau ist, braucht uns hier nicht weiter zu interessieren, sie führt auf jeden Fall dazu, dass es ein formgebendes Kriterium dieser Menschen ist, keine stabilen und stabilisierenden Beziehungen führen zu können. Nun wird man sicher sagen und sich selbst schon häufig damit getröstet haben, dass das Zurverfügungstellen ihrer starken Schulter irgendwann zur Stabilisierung führt. Dieser Gedanke ist zwar ehrenhaft, aber leider so verführerisch wie falsch, dass eben genau dieser Gedanke einem den destruktiven Zustand eingebrockt hat, in dem man sich befindet. Natürlich hat man es mit jemandem zu tun, der sich nach Nähe sehnt, aber gerade seine eigene Struktur und Person verbietet sie ihm als dauerhaften und tragfähigen Genuss. Es wird von Liebe geredet, man kann sie aber paradoxerweise nicht ertragen. Wir wissen, dass es für einen unerträglich und falsch klingt, aber man kann es bei diesem Partnertypus nicht ändern. Man wird nur selbst mit der Instabilität infiziert.
Um sich diesen partnerschaftlichen Irrsinn, der für einen selbst vielleicht schon so alltäglich ist, dass man ihn nicht einmal mehr bemerken, mal bildhaft vor Augen zu führen: Auch Fische brauchen Sauerstoff, allerdings können sie diesen nur vertragen, wenn sie ihn aus dem Wasser lösen können. Die Kiemenatmung erlaubt ihnen keinen direkten Kontakt mit Sauerstoff, sonst gehen sie ein. So in etwa darf man es sich mit diesem Partnertypus vorstellen: Beide haben unterschiedliche Medien, die das tragen, was sich beide erhoffen – Liebe - nur die Medien schließen sich leider gegenseitig aus.
Für das "Opfer" gibt es einen Ausweg: Weggehen und darauf vertrauen, dass das eigene Leben danach schnell wieder normal wird. Man kann sich selbst als Abhängigen von einem Suchtstoff verstehen, der einem nie dauerhaft Befriedigung verschaffen wird, nämlich der Liebe einer Person, die zu der eigenen Vorstellung von Liebe als Grundgefühl gar nicht in der Lage ist. Als nächsten Schritt vergegenwärtigt man sich, dass bei Sucht auf längere Sicht nur Abstinenz hilft. Man ist besonders gefährdet für diese Art von Mensch, wenn man wahrscheinlich genau an dieser Stelle schon lange das Problem hat zu denken, dass ein Mehr an Anstrengung in der Liebe einem diese näher bringt. Man sollte sich die Zeit nehmen, ehrlich zu prüfen, ob es nicht an diesem generellen Dilemma liegt, dass man die quälende Beziehung aufrecht erhält. Man darf sich sicher sein, dass es für einen – sobald man dieses Problem für sich erkennt - nur noch bergauf gehen wird, weil einem dann die Augen dafür geöffnet sein werden, dass das Leben auch einfach sein kann.

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Untergewicht und Psychosomatik

Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Menschen mit Untergewicht oft eine geringe Selbstachtung haben. Man fühlt sich anderen gegenüber gering und würde sich am liebsten verstecken. Man steht meist im Hintergrund und geht mit den Mitmenschen sehr vorsichtig um. Die Angst vor Zurückweisung lässt einen oft gegen die eigenen Überzeugungen und Bedürfnisse handeln und kann einen sogar völlig daran hindern, etwas zu unternehmen. Man hat das Gefühl, einem wird nicht genug Aufmerksamkeit und Unterstützung entgegengebracht. Es fehlt einem immer etwas. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.

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- Letzte Aktualisierung am 10.12.11-