Lexikon V,W,X,Y,Z
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Vaginalleiden und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Vaginalleiden darauf hindeuten, dass die Frau das Gefühl hat, missbraucht, manipuliert oder missachtet zu werden. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Valproat = Valproinsäure
ist von "Haus aus" ein Antikonvulsivum und wurde ursprünglich zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt. Wirkt besonders gut in der Phasenprophylaxe von Manien und bipolaren Erkrankungen. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Venlafaxin
ist ein modernes Antidepressivum, das die gute Zuverlässigkeit "klassischer" Antidepressiva mit der guten Verträglichkeit moderner Antidepressiva vereint. Wirkt stark auf das Serotonin- und Noradrenalin-System, leicht auch auf das Dopamin-System und damit gut antidepressiv und antriebssteigernd. Führt wegen der Grundumsatzerhöhung durch Aktivierung eher zu einer Gewichtsabnahme, verursacht keine Müdigkeit und nur in der Anfangsphase (drei Tage bis eine Woche) häufig Übelkeit und Schwindel. Gehört damit zu den Antidepressiva der ersten Wahl, vor allem bei schweren Depressionen. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Veratrum album (Brechwurz)
Auch homöopathisches Konstitutionsmittel der psychologischen/klassischen Homöopathie
blass - eingefallen - dominant
Meist Männer (Element: Feuer)
- Gefühl, auserwählt zu sein, die Welt zu retten
- Extrem starker Wille
- Reagieren leicht verärgert
- Meist mit sich beschäftigt
- Praktisch veranlagt, materialistisch
- Schwierigkeiten mit der emotionalen Sensibilität
- Kontrollbedürfnis mit Aggression statt Angst
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Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie legt die Betonung auf die Analyse des Verhaltens, der Handlungen und der Gefühls- und Gedankenstrukturen, wozu aber durchaus auch Überlegungen gehören, welche Entstehungsfaktoren zu einem bestimmten Muster geführt haben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einüben alternativer Verhaltensweisen, Fühl- und Denkmuster. Auch im Rahmen der Verhaltenstherapie werden lebensgeschichtliche und persönliche Besonderheiten berücksichtigt.
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Von Droste-Hülshoff, Annette
geborene Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff, war eine deutsche Schriftstellerin, die von 1797 bis 1848 lebte. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen.
"Geliebte, wenn mein Geist geschieden, so weint mir keine Träne nach,
denn wo ich weile, dort ist Frieden, dort leuchtet mir ein ewger Tag.
Wo aller Erdengram verschwunden, soll euer Bild mir nicht vergehn,
und Linderung für eure Wunden, für euern Schmerz will ich erflehn.
Webt nächtlich seinen Seraphsflügel, der Friede übers Weltenreich,
so denkt nicht mehr an meinen Hügel, denn von den Sternen grüß ich euch."
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Wahn
ist die inhaltliche Denkstörung, das heißt, es ist das gestört, was gedacht wird. Es gibt zwei Wahnkritierien, ein so genanntes "weiches" und ein so genanntes "hartes Wahnkriterium.
Das "weiche" Wahnkritierium ist die objektiv falsche Überzeugung, also z.B. "Marsmännchen haben mich besucht". Wenn die Überzeugung aber ist, dass z.B. "Männer in schwarzen Mäntel einen in der Stadt verfolgen" fällt es schon schwerer dies objektiv zu überprüfen. Deshalb wird dieses Kriterium "weich" genannt.
Das "harte" Wahnkriterium ist die unkorrigierbare Gewissheit, das heißt, jeder sollte in der Lage sein, wenigstens potentiell die Möglichkeit einräumen zu können, dass seine Überzeugung oder Wahrnehmung auch falsch sein könnte. Wenn auch nach intensiver Prüfung der Betroffene nicht auch nur im mindesten in der Lage ist, von seiner Überzeugung abzurücken und unkorrigierbar sicher ist, dann kann man sicher sein, dass es sich um Wahn handelt. Er sollte wenigstens in der Lage sein, einzuräumen, dass alles auch anders sein könnte.
Paramnesien, "Falsch-" oder "Trugerinnerungen" bei eigentlich unbeeinträchtigter Gedächtnisleistung gehören zu den inhaltlichen Denkstörungen und damit zum "Wahn". Bei Wahnerinnerungen wird ein richtig erinnertes Ereignis wahnhaft umgedeutet, also damals ist das und das passiert, und das bedeutet, dass alles "nur ein Test ist". Bei Déjà-vu-Erlebnissen hat man das Gefühl, Dinge schon einmal erlebt zu haben. Bei Jamais-vu-Erlebnissen hat man das Gefühl, Dinge noch nicht erlebt zu haben. Diese Phänomene treten auch "normalpsychologisch" z.B. bei Übermüdung oder Erschöpfung auf.
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Wahnwahrnehmung
ist die so genannte "Beziehungssetzung ohne Anlass". Das heißt, es wird eine Beziehung zwischen einem wirklichen Ereignis und dem Betroffenen hergestellt, für die es eigentlich keinen Anlass gäbe. Es handelt sich um einen zweigliedrigen Prozess. Erstens wird etwas wahrgenommen, was wirklich so stattfindet - also keine Halluzination oder ähnliches ist. Im zweiten Schritt wird dieses aber wahnhaft umgedeutet. Beispiele: "Die Tür öffnet sich (tatsächlich), weil die Mafia mich kontrollieren will." - "Der Vogel fliegt vorbei (tatsächlich) als Zeichen Gottes, dass ich sein Bote bin." - "Die Ampel wird rot (tatsächlich), weil mein ganzes Leben von bösen Mächten gebremst wird."
Die Wahnwahrnehmung ist ein sicheres Psychosezeichen.
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Winterdepression
Depressionen können zu jeder Zeit im Jahr auftreten und schwere Depressionen treten ohnehin gehäuft im Frühjahr und im Herbst auf. Treten Depressionen jedoch immer wieder innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Jahr auf - manche Patienten können auf die Woche genau sagen, wann - spricht man von einer saisonal abhängigen Depression.
Wichtig ist die Unterscheidung der "Winterdepression", der saisonal abhängigen Depression im engeren Sinne, bei der die Betroffenen stets in der lichtarmen Jahreszeit erkranken, die frühen Vorzeichen im September und Oktober auftreten und sich das Vollbild am häufigsten im Januar und Februar entwickelt. Sie werden symptomfrei und haben manchmal sogar hypomane Phasen in der Sommerzeit frühestens im Mai, häufig im Juli.
Typische Symptome sind weniger die depressive Stimmung, sondern eher Lustlosigkeit, Müdigkeit, Lethargie, vermehrter Schlaf, vermehrtes Essen und Heißhunger nach Kohlenhydraten. Häufig sind die Winterdepressionen eher mittelschwer. Neben Antidepressiva, wie insbesondere Fluoxetin, ist vor allem die Lichttherapie gut wirksam.
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Zahnfleischprobleme und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Zahnfleischprobleme damit zu tun haben, dass man sich davor scheut, einen bereits gefassten Entschluss in die Tat umzusetzen, weil man sich vor den Folgen fürchtet. Dies steht in Zusammenhang mit der Angst, die eigenen Wünsche offen zu formulieren. Man fühlt sich niedergeschlagen und machtlos. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Zahnprobleme und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass oft Menschen an Zahnproblemen leiden, die Schwierigkeiten haben, sich zu entscheiden, weil sie Situationen nicht gut analysieren können. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Zaleplon
steht auf der so genannten "Me-too-Liste" mehrerer kassenärztlicher Vereinigungen. Ist ein extrem kurz wirksames Schlafmittel, welches kein Benzodiazepin ist. Es kann als einziges Schlafmedikament wegen der kurzen Wirksamkeit, wenn unbedingt nötig, auch noch mitten in der Nacht eingesetzt werden. Bei länger dauerndem Gebrauch, kann sich eine vermeintliche psychische Abhängigkeit, weil der Betroffene glaubt, das Medikament zu gebrauchen, entwickeln. Solche Phänomene treten aber auch z.B. gegenüber Baldrian auf. Daher kann man davon ausgehen, dass KEIN Abhängigkeitspotential besteht.
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Zehenprobleme und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Zehenprobleme ein Zeichen für Ängste bezüglich der Entwicklung oder der Zukunft sind. Man sorgt sich zu sehr um Details, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, vernachlässigt seine Wünsche und bremst den Lebenselan. Probleme am großen Zeh deuten auf Bedauern bezüglich der eingeschlagenen Richtung oder Schuldgefühle für zukünftige Pläne hin. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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Ziprasidon
steht auf der so genannten "Me-too-Liste" mehrerer kassenärztlicher Vereinigungen. Ist ein atypisches, hoch potentes Neuroleptikum, welches mittelstark antipsychotisch, nicht dämpfend und leicht antidepressiv wirkt. Es treten wenig motorische Nebenwirkungen und keine Gewichtszunahme auf. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Zolpidem
ist ein kurz wirksames Schlafmittel, welches kein Benzodiazepin ist. Bei länger dauerndem Gebrauch kann sich eine vermeintliche psychische Abhängigkeit, weil der Betroffene glaubt, das Medikament zu gebrauchen, entwickeln. Solche Phänomene treten aber auch z.B. gegenüber Baldrian auf. Daher kann man davon ausgehen, dass KEIN Abhängigkeitspotential besteht.
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Zopiclon
ist ein kurz wirksames Schlafmittel, welches kein Benzodiazepin ist. Bei länger dauerndem Gebrauch, kann sich eine vermeintliche psychische Abhängigkeit, weil der Betroffene glaubt, das Medikament zu gebrauchen, entwickeln. Solche Phänomene treten aber auch z.B. gegenüber Baldrian auf. Daher kann man davon ausgehen, dass KEIN Abhängigkeitspotential besteht.
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Zotepin
ist ein "typisches" und "alt hergebrachtes", hoch potentes Neuroleptikum, welches mittelstark antipsychotisch und beruhigend wirkt. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Zuclopenthixol
ist ein "typisches" und "alt hergebrachtes", hoch potentes Neuroleptikum, welches mittelstark antipsychotisch, aber sehr gut beruhigend wirkt. Gibt es auch in Depot-Form, welche nicht nur bei "unkooperativen" Betroffenen gegeben wird, sondern auch den Vorteil hat, nicht jeden Tag an die Medikamenteinnahme denken zu brauchen, bzw. sie nicht vergessen zu können. KEIN Abhängigkeitspotential, KEINE Persönlichkeitsveränderung.
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Zwanghafte Persönlichkeit = Anankastisch selbstunsichere Persönlichkeit
Die zwanghafte Persönlichkeit steht nicht mit Zwangserkrankungen (s.u.) in Verbindung, außer dass möglicherweise häufiger Zwänge bei dieser Persönlichkeit als bei anderen auftreten. Dieses Muster von Fühlen, Denken und Verhalten ist geprägt davon, alles unter Kontrolle haben zu wollen. Die Grundannahme ist, keine Fehler machen zu dürfen. Dies führt zu überstarkem Perfektionsmus, Verantwortungsgefühl und Systematisierung. Entwicklungsbedürftig sind Spontaneität und Ausgelassenheit.
Zu dem Symptomenkomplex der ängstlichen Persönlichkeit fallen Sorgsamkeit, Gewissenhaftigkeit, Grübeleien, ein leicht auftretendes Peinlichkeitsgefühl - auch für andere ("Fremdschämen") - auf. Diese Menschen können mit Aufgaben erst nicht gut anfangen, und wenn sie einmal dran sind, nicht gut damit aufhören. Sie haben das Gegenteil eines robusten Gewissens. Sie hegen ständig Zweifel und überprüfen sich dauernd selbst anhand ihrer überhöhten Maßstäbe. Zufrieden mit sich sind sie selten. Sie sind neigen auch zu Eigensinn und Sturheit. Sie verlieren sich gelegentlich in Details und dann das Ziel aus den Augen. Häufig können sie sich schlecht von alten Gegenständen trennen, und wenn, dann neigen sie zu regelrechter "Wegwerfwut".
Typische Gedanken sind, dass es doch klare Regeln im Leben gebe, die man halten müsse, dass man weniger Fehler mache, wenn man sich auf die Details konzentriert, dass wir uns durch das definieren, was wir tun, und dass wir unsere Gefühle unter Kontrolle haben müssten.
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Zwangserkrankung
Jeder fünfzigste Mensch leidet unter einer Zwangserkrankung. Die Betroffenen müssen gegen ihren Willen und entgegen ihrer vernünftsgemäßen und emotionalen Überzeugung
- Gedanken denken, die sie selbst ungehörig oder aggressiv finden (Zwangsgedanken)
- sich unangenehme, furchteinflößende Dinge vorstellen (Zwangsbefürchtungen)
- Impulse empfinden, Dinge auszuführen, die sie selbst ungehörig oder aggressiv finden (Zwangsimpulse)
- Handlungen ausführen (Zwangshandlungen)
Im fortgeschrittenen Stadium werden diese verschiedenen Phänomene zu Zwangsritualen systematisiert. Umschriebene Denk- und Handlungsabläufe müssen in einer festgelegten Reihenfolge oder nach einem bestimmten Schema - teilweise stundenlang - wiederholt werden. Wird den verschiedenen Zwangsphänomen nicht nachgekommen, entsteht schwerste Anspannung und Angst, so dass die Betroffenen zur Vermeidung der Ängste schließlich trotz gegenteiliger innerer Überzeugung die Gedanken denken, sich die Befürchtungen vorstellen, die Handlungen ausführen und die Impulse empfinden - aber niemals ausführen(!). Häufig entstehen also zusätzlich Phobien. Neben Furcht und Angst sind Depressionen die häufigste Komplikation von Zwangserkrankungen.
Ursächlich sind wahrscheinlich genetische, angelernte und neurobiologische Fakoren. Verhaltenstherapeutische Techniken sind auch in der Behandlung der Störung erfolgreich. Unter medikamentöser Behandlung und Verhaltenstherapie (s.o.) ist eine Besserung der Symptomatik und eine Besserung des Verlaufs in ca. 50-60% der Fälle zu erwarten. Medikamentös gehören zu den Medikamenten der ersten Wahl Clomipramin, Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin und Sertralin, wobei bei der Zwangserkrankung tendenziell hoch dosiert und lange behandelt werden sollte.
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Zykloide Psychosen
wurden von K. Leonhard beschrieben und kehren nach dem gleichen Verlauf immer wieder. Sie wurden früher als zwischen den bipolaren Störungen und der Psychose bzw. der Schizophrenie stehend betrachtet. Dort, wo heute quasi die schizoaffektive Störung steht. Typisch ist, dass die Erkrankungsbilder zwischen den Extremen der Hochstimmung und der Schwermut wechseln. Unterschieden werden:
- Angst-Glücks-Psychose mit einerseits pathetisch-euphorischer Stimmung mit Beglückungsideen, Erlöserideen und Selbstaufopferung und andererseits ängstlicher Stimmung mit misstrauischer Angst, Beziehungsideen und hypochondrischen Ideen - akustische und optische Halluzinationen, wie Stimmen und Gesichter - Angst und Ekstase in raschem Wechsel
- erregt-gehemmte Verwirrtheitspsychose mit einerseits Denkbeschleunigung mit abschweifender und unzusammenhängender Themenwahl und entsprechendem Rededrang und andererseits Denkhemmung mit Ratlosigkeit und Verstummen, ratloser Mimik - Bedeutungs- und Beziehungsideen, Personenverkennen, Halluzinationen - affektive Labilität mit ängstlicher und ekstatischer Verstimmung
- akinetisch-hyperkinetische Motilitätspsychose mit einerseits psychomotorischer Erregung mit vermehrten Ausdrucks- und Reaktivbewegungen und andererseits Hypokinese und Akinese, Erstarrung der Psychomotorik, starre, formelhafte, ständig wiederkehrende Bewegungen - sprachliche Erregung oder Hemmung - sprachliche Wiederholungen von Gedanken und Erlebnissen - mäßige affektive Labilität - Halluzinationen
Die Heilungsaussichten sind günstig. Therapeutisch kommen vor allem hochpotente atypische Neuroleptika, ggf. Antidepressiva und angstlösende Mittel zum Einsatz. Eine längerfristige Einnahme von Neuroleptika ist in der Regel wegen der kurzen Verläufe kein Thema, jedoch sollte eine Phasenprophylaxe mit Lithium, Valproat (s.o.), Carbamazepin oder Lamotrigin überlegt werden.
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Zyklothymie = bipolare Störung(en) = bipolare Erkrankung(en)
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Zyste und Psychosomatik
Unter der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele nicht zu trennen sind, so dass bei geistigen und seelischen Krankheiten auch körperliche Prozesse und bei körperlichen Krankheiten auch geistige und seelische Prozesse eine Rolle spielen, wird angenommen, dass Zysten seit langem aufgestauten Kummer und Schmerz versinnbildlichen. Es werden gewissermaßen die Schläge unseres Ichs gedämpft. Hier wird alter, unverdauter Kummer gepolstert. Literatur u.a. von Lise Bourbeau und Louis L. Hay.
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- Letzte Aktualisierung am 10.12.11 -