Vereinsabzeichen (Drittes Reich)
Allgemeines

Das Vereinsabzeichen wurde ab 1934 mit der Bekanntgabe der → Einführung eines neuen zur Zivilkleidung zu tragenden Abzeichens ausgegeben. Es durfte von allen Mitgliedern einer Gliederung des damaligen Deutschen Roten Kreuzes (DRK, 1921–1937) getragen werden, einschließlich der Ehren- und Fördermitglieder. Es ersetzte die unterschiedlichen Vereinsabzeichen der Landesvereine.
Durch die Verwendung des Hakenkreuzes sogar auf so einem kleinen Abzeichen ist es sowohl ein Beispiel für die gewissermaßen Selbstgleichschaltung der Organisation mit dem gerade erst geschaffenen NS-Staat (1933–1945), als auch für die tiefe Durchdringung der Gesellschaft durch den Nationalsozialismus.
Gestaltung
Das Vereinsabzeichen war rund geformt bei einem Durchmesser von 17 mm. Es zeigte in der Mitte das Rote Kreuz auf weißem Grund, nicht wie das gleichzeitig einführte Amtsabzeichen und das Vereinskolonnenabzeichen das gerade neu eingeführte → Logo mit Reichsadler, Rotem Kreuz und Hakenkreuz auf weißem Grund. Umschrieben war das Rote Kreuz mit dem Text Deutsches Rotes Kreuz 卐, wobei das Hakenkreuz (卐) in der Mitte unten platziert war.
Das Abzeichen wurde in drei Varianten produziert, die sich in der Art der Befestigung auf der Rückseite unterschieden: als Anstecknadel, mit Doppelknopf[1] oder mit einer einfachen Broschierung (hier gezeigt), die aufgrund der Ähnlichkeit damals als Sicherheitsnadel bezeichnet wurde. Die beiden letzteren Varianten waren etwas teurer.
Weitere Informationen
- Artikel Deutsches Rotes Kreuz/Einführung eines neuen zur Zivilkleidung zu tragenden Abzeichens (1934)
- Artikel Logo (Drittes Reich)
- Artikel Hakenkreuz
- Artikel Deutsches Rotes Kreuz im Nationalsozialismus
Erläuterungen
- ↑ Heute werden solche auch Pins genannten Abzeichen typischerweise einer Stift- und Flügelklemmsicherung gefertigt.
